İlber Ortaylı: 'Wer untätig ist, lebt nicht lange'
Der berühmte Historiker İlber Ortaylı war zu Gast in der Sendung „Pınar Sabancı ile Yaşadım Demek İçin Ne Yapmalı?“. Ortaylı betonte die Bedeutung von Arbeit und sagte: „Man darf nicht untätig sein. Mit seinen Fehlern kommen auch die guten Taten. Man muss ständig nachdenken und etwas tun. Wer untätig ist, lebt nicht lange.“
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Muazzez İlmiye Çığ und Büşra Sanay haben das Buch „Yaşadım Demek İçin Ne Yapmalı?“ (Was man tun muss, um sagen zu können, dass man gelebt hat) verfasst. Die gleichnamige Sendung, moderiert von der Psychologin Pınar Sabancı, in der beliebte Persönlichkeiten der Türkei ihre Lebenserfahrungen teilen, wird weiterhin jeden Donnerstag auf dem YouTube-Kanal des Zorlu PSM ausgestrahlt.
Gast in Sabancıs Sendung, in der sie nach Antworten auf die Frage „Lebensphasen: Was sollte man in welchem Alter tun?“ sucht, war Prof. Dr. İlber Ortaylı.
Auf die Frage von Pınar Sabancı: „Was sollte ein Kind in den ersten Lebensjahren beschäftigen oder tun, aus der Sicht der Eltern?“, antwortete Ortaylı: „Es ist für das spätere Leben sehr wichtig, dass ein Kind bestimmte Dinge erlebt und sieht. Zumindest sollte es mit Spielzeug zufrieden sein. Das bedeutet natürlich nicht, dass es unendlich viele Spielsachen haben soll; es soll den Geschmack an Dingen finden, sie genießen, aber nicht übertreiben. Neben der Ernährung braucht es Zuneigung und Liebe.“
'RUHESTAND BEDEUTET NICHT STILLSTAND'
Auf die Frage von Pınar Sabancı: „Die 50er Jahre sind eine Phase, in der das reife Alter beginnt. Wie sollten Menschen diese Zeit nutzen?“, antwortete İlber Ortaylı: „Ganz einfach: Man sollte nicht zu Hause sitzen. Man mag zwar im Ruhestand sein, aber ich empfehle, das Haus zu verlassen – wenn nicht um 9:00 Uhr, dann eben um 11:00 Uhr morgens. Man kann nicht einfach zu Hause sitzen, so etwas gibt es nicht.
Früher hat es einen sehr angestrengt, um 8:00 oder 9:00 Uhr morgens das Haus zu verlassen. Das muss man natürlich nicht mehr tun. Man kann es gemütlicher angehen lassen, seinen Kaffee in Ruhe trinken, die Zeitung zu Hause lesen, aber bitte gehen Sie nach draußen. Man wird fragen: ‚Was soll ich denn draußen machen?‘. Heute gibt es zum Beispiel in der Türkei überall Museen. In jeder Stadt und jeder Kleinstadt gibt es mittlerweile Bibliotheken, es gibt also verschiedene Orte, die man sehen kann. Ruhestand bedeutet nicht Stillstand.“
'MAN MUSS STÄNDIG NACHDENKEN'
Auf die Frage von Pınar Sabancı: „Um zu der Frage zu kommen, die ich allen meinen Gästen stelle: Was muss man tun, um sagen zu können, dass man gelebt hat?“, erklärte İlber Ortaylı: „Man darf nicht untätig sein. Mit seinen Fehlern kommen auch die guten Taten. Man muss ständig nachdenken und etwas tun. Wer untätig ist, lebt nicht lange.“