In Cannes ausgezeichnet: „The Settlers“ kommt auf den Bildschirm
„The Settlers“ (Sömürgeciler), der Chile in diesem Jahr im Oscar-Rennen vertrat und 2023 in Cannes in der Sektion „Un Certain Regard“ den FIPRESCI-Preis gewann, wird ab dem 29. März auf MUBI zu sehen sein.
12punto
Felipe Gàlves’ erster Spielfilm The Settlers (Los Colonos) lädt das Publikum zu einer tiefgreifenden Auseinandersetzung mit der Natur des Kolonialismus ein.
Die Geschichte spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Region Tierra del Fuego, die als „Feuerland“ Südamerikas bekannt ist. Sie erzählt von der Beziehung zwischen den aus Europa eingewanderten Siedlern und der indigenen Bevölkerung und legt offen, welch unmenschlicher Behandlung die Menschen in der Region ausgesetzt waren.
Diese harte Geschichte, in der Gewalt und Spannung stetig zunehmen, nutzt die Merkmale des Western-Genres und behandelt, begleitet von einer exquisiten Kinematografie, ein Thema mit universellen politischen Resonanzen.
DIE GEWALTSPIRALE WIRD ENTHÜLLT
Die Geschichte beginnt damit, dass der reiche Großgrundbesitzer José Menéndez, der als „König des weißen Goldes“ bekannt ist, drei Männer anheuert, um sein Land einzuzäunen: Der Film konzentriert sich auf einen eigenwilligen britischen Leutnant, einen jungen chilenischen Mestizen und einen amerikanischen Söldner und zeigt die Gewaltspirale auf, die Menéndez in Gang setzt, um sein Land von der indigenen Bevölkerung zu säubern.
„The Settlers“, der den Selk'nam-Genozid beleuchtet, welcher einen wichtigen Platz im nationalen Gedächtnis Chiles einnimmt, wird ab dem 29. März auf der Plattform MUBI für das Publikum verfügbar sein.