Nach Attentat verstorben: Das Leben von Staatsanwalt Doğan Öz wurde in einem Buch festgehalten
Das Buch 'O da Kızını Öptü ve Gitti-Türkiye’nin Cinayet Endüstrisi' (Sie küsste auch ihre Tochter und ging – Die Mordindustrie der Türkei), das den juristischen Kampf der Familie nach dem Tod von Staatsanwalt Doğan Öz bei einem Attentat am 24. März 1978 in den Mittelpunkt stellt, ist nun erschienen.
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Das von Orhan Gazi Ertekin verfasste Buch beleuchtet rund um den Mord an Staatsanwalt Doğan Öz das Vordringen einer Finsternis, die auch Intellektuelle wie Uğur Mumcu, Abdi İpekçi und Hrant Dink verschlang und aus Kindern eine Horde von Mördern machte.
'WIR VERFOLGEN DEN KAMPF UM GERECHTIGKEIT'
Der Autor Ertekin erklärte: "In diesem Buch verfolgen wir den atemberaubenden Kampf um Gerechtigkeit von Sezen Öz, einer Lehrerin, Anwältin und Richterin, die ihren Ehemann, Staatsanwalt Doğan Öz, durch ein Attentat verlor. Dass eine Frau mit einem ruhigen Wesen, die sich nicht an Orte begibt, an die sie nicht gerufen wurde, einen Schrei nach Gerechtigkeit ausstößt, der alle Plätze des Landes erreicht, mag mit unseren gewohnten Denkmustern vielleicht schwer zu erfassen sein.
Wir neigen oft dazu, große Prozesse mit lauten Appellen, einem hohen Tonfall und einer wütenden männlichen Performance zu assoziieren. Dabei ist Sezen Öz eine Vorreiterin, die all diesen großen Prozessen, der Sehnsucht nach einer gerechten Welt, dem Kampf für Rechte sowie einer demokratischen und sozialen Republik stets einen sanften Zorn, ein Gefühl des friedlichen Kampfes, eine Entschlossenheit in der Ruhe, eine geräuschlose Beharrlichkeit und Beständigkeit verliehen hat."
DER MORD AN DOĞAN ÖZ
Doğan Öz verließ am Morgen des 24. März 1978 sein Haus, um zur Arbeit zu gehen, und ging auf sein Auto zu. Er stieg in seinen Anadol und startete den Motor. Während er darauf wartete, dass der Motor warm wurde, tauchte İbrahim Çiftçi, ein Mitglied der Ülkü Ocakları, vor dem Auto auf und feuerte sechs Schüsse mit seiner Pistole auf Öz ab. Çiftçi floh zu Fuß vom Tatort.
Nach dem Attentat wurde İbrahim Çiftçi, ein Student der Hochschule für Tourismus und Handel, am 26. Dezember 1978 gefasst und gestand in seiner Aussage den Mord.