Neue Ära für Film- und Serienproduktionen in Istanbul beginnt
Die neuen Regeln für Film- und Seriensets in Istanbul sollen für Ordnung und Transparenz bei den Dreharbeiten sorgen. Die Einteilung der Stadt in drei Zonen, neue Antragsfristen und Umweltauflagen sind nun in Kraft getreten.
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In Istanbul wurden neue Richtlinien für Film- und Serienproduktionen eingeführt, die bedeutende Änderungen mit sich bringen. Das neue System für Dreharbeiten zielt darauf ab, sicherzustellen, dass die Produktionen die Stadt nicht beeinträchtigen und die Prozesse professioneller gestaltet werden.
Die in diesem Rahmen erstellte neue Regelung bietet den Produktionsteams in Istanbul vereinfachte Verfahren und klare Regeln. Während die Struktur Istanbuls, das als eines der größten Open-Air-Studios der Welt gilt, geschützt werden soll, ist das Ziel, dass die Dreharbeiten das städtische Leben nur minimal beeinflussen. Benachrichtigungen und Genehmigungsanträge bei der zuständigen Verwaltungsbehörde müssen nun mindestens sieben Tage vor dem geplanten Drehbeginn eingereicht werden.
Auch für Drehzeiten und regionale Anwendungen wurden neue Standards festgelegt. Unter Berücksichtigung von Verkehrsaufkommen und Bevölkerungsdichte wurde die Stadt in drei Drehzonen unterteilt. Teams, die in der ersten Zone drehen möchten, dürfen maximal sieben große Fahrzeuge einsetzen; die Dreharbeiten können in der Wintersaison bis Mitternacht und in der Sommersaison bis 01.00 Uhr dauern. In der zweiten Zone wurde das Fahrzeuglimit auf 11 erhöht, während die Zeitvorgaben denen der ersten Zone entsprechen. Bei Dreharbeiten in der dritten Zone wurde die Fahrzeugbeschränkung aufgehoben und die Zeitregelungen flexibler gestaltet.
Für Dreharbeiten im öffentlichen Raum, die den Verkehrsfluss beeinträchtigen oder Straßensperrungen erfordern könnten, müssen Anträge ebenfalls sieben Tage im Voraus bei den jeweiligen Bezirksverwaltungen (Kaymakamlık) und Gemeinden eingereicht werden. Während für Dreharbeiten mit Handgeräten, die keine öffentliche Fläche beanspruchen, keine Gebühren erhoben werden, profitieren Produktionen mit weniger als drei großen Fahrzeugen vor Ort von einer Kostenreduzierung, indem sie nur ein Viertel der festgelegten Gebühr zahlen.
Anwohner in den Gebieten, in denen gedreht wird, müssen 24 Stunden vor Drehbeginn informiert werden. Zudem wurde im Rahmen der Umweltauflagen die Begrenzung von Einwegplastik an den Sets, die strikte Einhaltung von Abfallentsorgungsregeln sowie der Schutz historischer Gebäude zur Pflicht gemacht.
Um einen effektiven Ablauf der Prozesse zu gewährleisten, werden in jedem Bezirk „Bezirk-Dreh-Koordinierungseinheiten“ mit mindestens drei Mitgliedern unter dem Vorsitz der Bezirksverwaltung eingerichtet. In diesen Einheiten werden auch Vertreter der Stadtverwaltung, der Bezirksgemeinde und der zuständigen Institutionen vertreten sein.
Darüber hinaus muss zwischen verschiedenen Filmsets, die am selben Tag stattfinden, ein Mindestabstand von einem Kilometer eingehalten werden. Für Nachtdrehs kann in den festgelegten Zonen zudem eine Genehmigung für den Zeitraum zwischen 23.00 und 06.00 Uhr erteilt werden.
Alle aktuellen Informationen zu den Anwendungsgrundsätzen für Filmdreharbeiten sind über die offiziellen Websites der Provinzdirektion für Kultur und Tourismus Istanbul sowie des Gouverneursamts Istanbul abrufbar.