Nobel-Wirtschaftspreis an Daron Acemoğlu verliehen!

Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften wurde an Daron Acemoğlu, Simon Johnson und James A. Robinson verliehen, die für ihre bedeutenden Arbeiten zur wirtschaftlichen Entwicklung und zur Rolle institutioneller Strukturen bekannt sind. Die Auszeichnung würdigt die Beiträge der drei Wissenschaftler zu den Themen soziale und wirtschaftliche Ungleichheit. Daron Acemoğlu gab nach der Bekanntgabe eine erste Stellungnahme ab: „Das ist eine große Überraschung und eine Ehre“, sagte er.

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Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften wurde an Daron Acemoğlu, Simon Johnson und James A. Robinson verliehen, die für ihre bedeutenden Arbeiten zur wirtschaftlichen Entwicklung und zur Rolle institutioneller Strukturen bekannt sind.

Die Auszeichnung würdigt die Beiträge der drei Wissenschaftler zu den Themen soziale und wirtschaftliche Ungleichheit.

DER DRITTE PREISTRÄGER AUS DER TÜRKEI

Professor Daron Acemoğlu, der als Dozent an einer der renommiertesten Universitäten der USA, dem MIT, tätig ist, ist der dritte Preisträger aus der Türkei, der mit einem Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Zuvor erhielten Orhan Pamuk den Nobelpreis für Literatur und Aziz Sancar den für Chemie.

Die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften hat beschlossen, den Sveriges Riksbank Preis für Wirtschaftswissenschaften im Gedenken an Alfred Nobel 2024 an Daron Acemoğlu, Simon Johnson und James A. Robinson zu verleihen, und zwar „für ihre Studien darüber, wie Institutionen entstehen und wie sie den Wohlstand beeinflussen“.

ERSTE STELLUNGNAHME VON DARON ACEMOĞLU

In einer Pressekonferenz nach der Bekanntgabe der Auszeichnung sagte Acemoğlu:

„Anstatt zu fragen, ob Kolonialismus gut oder schlecht ist, weisen wir darauf hin, dass unterschiedliche Kolonialstrategien zu verschiedenen institutionellen Modellen geführt haben, die über die Zeit hinweg Bestand haben. Allgemein gesprochen sind unsere Arbeiten demokratiefreundlich. Aber Demokratie ist kein Allheilmittel“, erklärte er.

Wie die New York Times berichtet, betonte Acemoğlu, dass die Einführung von Demokratie schwierig sein könne. Er wies darauf hin, dass es auch für Länder ohne Demokratie Wege zum Wachstum gebe, etwa durch die rasche Nutzung der Ressourcen einer Nation, um den wirtschaftlichen Fortschritt zu beschleunigen.

Acemoğlu stand schon lange auf den Listen der potenziellen Nobelpreisträger, sagte jedoch, dass man mit einer solchen Auszeichnung nicht rechnen könne. Acemoğlu, der per Videoschalte aus Athen an der Pressekonferenz teilnahm, sagte: „Man träumt davon, eine gute Karriere zu haben, aber dieser Preis geht weit darüber hinaus. Das ist eine große Überraschung und eine Ehre.“