Palästinensischer Künstler Fathi Ghaben verstorben
Der weltberühmte Künstler Fathi Ghaben ist in Gaza verstorben, nachdem israelische Behörden auf dringende medizinische Hilferufe aus dem vom Krieg zerstörten Gebiet nicht reagiert hatten.
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Der 77-jährige Fathi Ghaben, der als „Van Gogh von Gaza“ bekannt war, litt unter schweren Brust- und Lungenproblemen, die durch den Rauch der jüngsten Bombardierungen in Gaza verschlimmert wurden.
Das palästinensische Kulturministerium erklärte, Ghaben hätte aufgrund des Mangels an Medikamenten und Sauerstoff in Gaza zur Fortsetzung seiner Behandlung ins Ausland reisen müssen, doch die Besatzungsbehörden hätten ihm das Verlassen des Gazastreifens verweigert.
ÜBER FATHI GHABEN
Der Künstler, der mehrfach von israelischen Behörden inhaftiert wurde, galt als Symbol des Widerstands in der palästinensischen Kulturszene. Er und seine Familie gehörten zu den Hunderttausenden Palästinensern, die während der Nakba 1948, der massenhaften Vertreibung der Palästinenser, ihre Heimat verlassen mussten.
Anfang der 1980er Jahre widersetzte sich Ghaben diesen Verboten, indem er in seinen Werken die Lage des palästinensischen Volkes und dessen Flagge darstellte. Tausende Poster seiner farbenfrohen Kunst verbreiteten sich in Gaza und im Westjordanland. Ghaben war eine einflussreiche Persönlichkeit bei der Entstehung der Kunstbewegungen in Gaza.
Er war Gründer des nach ihm benannten Fathi Ghaben Art Center sowie Mitbegründer der Vereinigung für Schöne Künste und Künstler in Gaza.