Seha Okuş, die Stimme des Yeşilçam, die mit dem Lied „Hasretinle Yandı Gönlüm“ unvergessen blieb, ist verstorben

Die Meisterkünstlerin Seha Okuş, die mit „Hasretinle Yandı Gönlüm“ in Erinnerung blieb, ist im Alter von 97 Jahren verstorben. Ihr Tod löste in der Kunstwelt große Trauer aus, da sie sowohl als Künstlerin auf der Bühne als auch als Pädagogin tiefe Spuren in der Musik hinterlassen hat.

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Seha Okuş, eine der unvergesslichen Persönlichkeiten der türkischen Musik, hat trotz langjähriger medizinischer Behandlung ihren Kampf auf der Intensivstation verloren. Ihr Tod wird als das Ende einer bedeutenden Ära in der türkischen Volks- und Kunstmusik betrachtet.

Die 1928 geborene Münevver Seha Okuş Özveren begann ihre Musikkarriere nach ihrem Abschluss am Städtischen Konservatorium Istanbul. Okuş, die 35 Jahre lang am Istanbuler Rundfunk und am Konservatorium tätig war, gehörte zudem zu den führenden Mitgliedern des „Yurttan Sesler Korosu“ (Stimmen aus der Heimat) bei der TRT. Sie eroberte die Herzen der Musikliebhaber nicht nur durch ihre Radiosendungen, sondern auch mit ihrer Stimme, die den Klassikern des Yeşilçam Leben einhauchte.

Okuş wurde einem breiten Publikum durch die Werke bekannt, die sie in Produktionen sang, die die Geschichte des türkischen Kinos prägten, wie „Dönüş“, „Mahpus“, „Toprak Ana“, „Açlık“ und „Kuma“. Dass die Künstlerin die Tante des berühmten Theatermachers Müjdat Gezen war, unterstrich zudem eine weitere Facette ihres Einflusses in der Kulturwelt.

Ab 1990 war Seha Okuş als Leiterin der Abteilung für Volksmusik und als Dozentin für Repertoire am Müjdat Gezen Kunstzentrum tätig und spielte eine große Rolle bei der Ausbildung zahlreicher junger Künstler. Ihr 2002 veröffentlichtes Album „Hasretinle Yandı Gönlüm“, das 17 Werke umfasst, gilt als eines der wertvollsten Beispiele ihres musikalischen Erbes.