Serie „Die Assassinen“ sorgt im Iran für Diskussionen
Das Verbot einer ägyptischen Serie im Iran, die den Aufstieg der Assassinen-Gruppe unter der Führung von Hassan-i Sabbah im 11. Jahrhundert thematisiert, stößt vor allem bei den Sendeanstalten auf heftige Kritik.
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Iranische Behörden behaupten in ihren Stellungnahmen, das Ziel der Serie „Die Assassinen“ sei es, Terror und die Entstehung von Terrorismus mit dem Iran und den Iranern in Verbindung zu bringen sowie iranische Städte wie Rey, Ghom und Isfahan als Zentren von Terroristen darzustellen.
Das Verbot der 30-teiligen ägyptischen Serie „Die Assassinen“ (The Assassins) durch die Aufsichtsbehörde für Online-Publikationsregeln (SATRA), die dem staatlichen iranischen Rundfunk unterstellt ist, hat aufgrund des Vorwurfs, die islamische Geschichte zu verfälschen und den Iran für politische Zwecke in ein schlechtes Licht zu rücken, für Empörung gesorgt.
Nicht nur die Zuschauer, sondern auch die digitalen Sendeanstalten reagierten mit Kritik auf das Verbot. Die Sender erklären, dass die Investitionen in Millionenhöhe für Untertitel, Synchronisation und Urheberrechte nun verloren seien.
BETONUNG AUF „GENEHMIGUNG“
Der Sprecher der iranischen Plattform für Internet-Broadcaster (RESTA), Saman Murad Hüseyni, erklärte, dass das Verbot zwar finanzielle Schäden verursachen könne, die Sender jedoch verpflichtet seien, vor der Ausstrahlung von Serien Anträge zu stellen und Genehmigungen einzuholen.
Murad Hüseyni betonte, dass die Ausstrahlung von Filmen und Serien ohne die erforderlichen Genehmigungen nicht infrage komme und wies darauf hin, dass die Senderegeln der SATRA den Anbietern mitgeteilt worden seien.
Murad Hüseyni fügte hinzu, dass auch iranische Serien einer Vorabprüfung unterlägen und sagte: „Die Satzung der SATRA wurde allen Fernsehsendern übermittelt, und die Fernsehmedien sind verpflichtet, diese Satzung umzusetzen. Eine nachträgliche Kontrolle bedeutet nicht, dass es an Aufsicht mangelt.“