Statuenkopf der Hygieia in der antiken Stadt Laodikeia gefunden

In der antiken Stadt Laodikeia, einer der bedeutendsten antiken Stätten in Denizli, wurde der Statuenkopf der Göttin der Gesundheit und Sauberkeit, Hygieia, entdeckt. Der Leiter des Ausgrabungsteams, Prof. Dr. Şimşek, betonte die feine handwerkliche Verarbeitung des Kopfes und erklärte: „Wir können noch immer Spuren von roter und gelber Farbe in ihrem nach hinten gekämmten, lockigen Haar erkennen. Wir hoffen, in Zukunft auch den Körper dieser Statue zu finden.“

İHA

In Laodikeia, das auf der vorläufigen Liste des UNESCO-Welterbes steht und nach Ephesos die zweitgrößte antike Stadt der Türkei ist, werden seit 2003 unter der Leitung von Prof. Dr. Celal Şimşek von der Pamukkale-Universität Ausgrabungen durchgeführt.

In Laodikeia, das immer wieder Funde beherbergt, die die archäologische Welt begeistern, und dessen Geschichte bis ins Jahr 5500 v. Chr. zurückreicht, wurden bei den ganzjährigen Ausgrabungen bisher zahlreiche historische Artefakte ans Tageslicht befördert.

In der antiken Stadt Laodikeia wurde zuletzt der Statuenkopf der Hygieia, die in der griechischen und römischen Mythologie als Göttin der Gesundheit und Sauberkeit bekannt ist, freigelegt.

Bei den Ausgrabungen im Bühnengebäude des Westtheaters der antiken Stadt wurden zahlreiche Statuenfragmente gefunden, die 2.100 Jahre alt sind. Der Fund des Kopfes der Gesundheits- und Sauberkeitsgöttin Hygieia unter diesen Statuen verdeutlicht, dass Laodikeia, das als Handelsstadt bekannt ist, auch im Bereich der Medizin eine hochentwickelte Stadt war.

'VON BESONDERER BEDEUTUNG HINSICHTLICH STIL UND HANDWERK'

Prof. Dr. Celal Şimşek, Leiter des Archäologie- und Ausgrabungsteams der Pamukkale-Universität, erklärte, dass die gefundene Statue in Bezug auf Stil und Handwerkskunst einen besonderen Stellenwert einnimmt: „Wir haben den Kopf der Statue der Gesundheitsgöttin Hygieia am nördlichen Parodos-Durchgang gefunden. Wenn wir die Statuen hier insgesamt betrachten, lassen sie sich in die späte hellenistische Zeit und die frühe Augustus-Zeit datieren. Diese Statuen, die auf eine Zeit vor 2.100 Jahren datiert werden, haben einen besonderen Stellenwert hinsichtlich Stil und Handwerkskunst. Wir waren sehr aufgeregt, als wir hier den Kopf der Gesundheitsgöttin fanden, der deutlich größer als lebensgroß ist.“