USA erwerben Vertriebsrechte für Rasoulofs Film 'Die Saat des heiligen Feigenbaums' nach dessen Flucht aus dem Iran
Neon, die Produktionsfirma hinter preisgekrönten Filmen wie 'Perfect Days' und 'Anatomie eines Falls', hat die Vertriebsrechte für 'Die Saat des heiligen Feigenbaums' des aus dem Iran geflohenen Regisseurs Mohammed Rasoulof erworben.
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Die Filmproduktionsfirma Neon hat die US-Vertriebsrechte für 'Die Saat des heiligen Feigenbaums' erworben, den neuesten Film des Regisseurs Mohammed Rasoulof, der im Programm der 77. Internationalen Filmfestspiele von Cannes vertreten ist. Rasoulof wurde im Iran wegen seiner Filme und Dokumentationen unter dem Vorwurf der Gefährdung der nationalen Sicherheit zu einer Haft- und Peitschenstrafe verurteilt.
Der Regisseur, der bereits mit seinem Film 'Doch das Böse gibt es nicht' (There is No Evil) den Goldenen Bären bei der Berlinale gewann, sah sich gezwungen, den Iran heimlich zu verlassen, um an der Vorführung seines Films in Cannes teilnehmen zu können, nachdem er von iranischen Gerichten verurteilt worden war.
Vor Kurzem veröffentlichte Rasoulof auf Instagram einen Beitrag, in dem er die iranische Regierung verurteilte, das Regime als grausam und unterdrückerisch bezeichnete und ein Video teilte, das zeigt, wie er die bergige Grenze des Landes überquert.
'ICH MUSSTE DEN IRAN HEIMLICH VERLASSEN'
Im Gespräch mit dem Variety-Magazin äußerte sich Rasoulof zu den Gründen für seine Flucht und dem gegen ihn verhängten Urteil:
"Nach einer langen und komplizierten Reise bin ich vor wenigen Tagen in Europa angekommen. Ich hatte nicht viel Zeit für eine Entscheidung. Ich musste zwischen der Flucht aus dem Iran und dem Gefängnis wählen. Mit großem Bedauern habe ich mich für das Exil entschieden. Da die Islamische Republik meinen Reisepass im September 2017 beschlagnahmt hatte, musste ich den Iran heimlich verlassen."
Es bleibt abzuwarten, ob der Film 'Die Saat des heiligen Feigenbaums', der in Cannes seine Weltpremiere feiert, auch diesmal einen Preis gewinnen wird. Sollte Rasoulof mit diesem Film erneut ausgezeichnet werden, wäre es das fünfte Mal, dass er einen Preis in Cannes erhält.
WAS WAR PASSIERT?
Nachdem bekannt wurde, dass 'Die Saat des heiligen Feigenbaums' im offiziellen Wettbewerb von Cannes vertreten sein würde, übten iranische Behörden Druck sowohl auf den Regisseur als auch auf das Festival aus, um den Film zurückzuziehen.