Zwischenfall bei den Filmfestspielen von Cannes: Polizei greift ein

Die Filmfestspiele von Cannes, eines der renommiertesten Filmfestivals der Welt, haben turbulent begonnen. Die Polizei griff bei einer Protestaktion von Mitarbeitern der Filmbranche ein, die eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen forderten.

12punto

Die Eröffnungszeremonie der 77. Filmfestspiele von Cannes wurde von einer Protestaktion von Mitarbeitern der Filmbranche begleitet.

Wie die Zeitung Le Figaro berichtet, nahmen zahlreiche berühmte Persönlichkeiten der Filmwelt an der Eröffnungszeremonie im Palais des Festivals et des Congrès in Cannes teil, wo das Festival in diesem Jahr zum 77. Mal stattfindet.

Während die Prominenten über den roten Teppich schritten, kletterte eine Gruppe von Mitgliedern des Kollektivs "Armut hinter den Bildschirmen (Sous les Ecrans la Deche)", das sich aus Filmschaffenden zusammensetzt, auf das Dach des Festivalpalastes und entrollte ein Banner.

Eine etwa 20-köpfige Gruppe von Aktivisten pfiff und skandierte Parolen, um die Aufmerksamkeit der Festivalbesucher auf sich zu ziehen.

POLIZEI GREIFT EIN

Die Polizei griff bei der Protestaktion der Filmschaffenden ein, die für eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen demonstrierten.

Bereits eine Woche vor der Eröffnung des Festivals hatte das Kollektiv "Armut hinter den Bildschirmen" zu einem Streik aufgerufen, der sowohl Festivalmitarbeiter als auch andere Filmschaffende umfasste und "die Veranstaltung stören könnte".

Die auf Vertragsbasis arbeitenden Beschäftigten der Filmfestivals sowie Mitarbeiter der Filmbranche, die von der französischen Reform der Arbeitslosenversicherung negativ betroffen sind, fordern eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen.