11 Anzeichen für Mobbing unter Gleichaltrigen: Worauf sollten Eltern achten?
Mobbing unter Gleichaltrigen ist eines der drängendsten Probleme unserer Zeit. Laut Daten des türkischen Statistikinstituts (TÜİK) aus dem Jahr 2022 sind fast 30 Prozent der Kinder im Alter zwischen 6 und 17 Jahren in der Türkei mehrmals im Monat von Mobbing betroffen. Doch wie sollten wir mit diesem Problem umgehen?
12punto
Das zunehmende Mobbing unter Kindern und Jugendlichen erweist sich als ein bedeutendes gesellschaftliches Problem, das sich negativ auf den schulischen Erfolg und das soziale Leben auswirkt.
Laut Daten des TÜİK aus dem Jahr 2022 sind fast 30 Prozent der Kinder im Alter zwischen 6 und 17 Jahren in der Türkei mehrmals im Monat von Mobbing betroffen.
Mit der Verbreitung der Technologie gehört auch Cybermobbing zu den Hauptproblemen. Experten betonen, dass Eltern und Pädagogen in dieser Hinsicht besonders aufmerksam sein müssen.
WAS IST MOBBING UNTER GLEICHALTRIGEN?
Wenn ein Kind ein anderes Kind, von dem es glaubt, dass es sich nicht wehren kann, verbal, körperlich, emotional oder sozial unter Druck setzt, wird dies als "Mobbing unter Gleichaltrigen" definiert.
Dieses Mobbing kann körperliche, emotionale, verbale, soziale, digitale und sogar sexuelle Dimensionen annehmen.
Laut der Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Thema "Gesundheitsverhalten bei Kindern im schulpflichtigen Alter" ist jeder sechste Jugendliche von Cybermobbing betroffen. Handlungen wie böswillige Nachrichten, unbefugt geteilte Bilder und Beiträge auf Online-Plattformen fallen in diesen Bereich.
11 ANZEICHEN FÜR MOBBING
Im Verhalten und im Leben eines Kindes, das unter Mobbing leidet, können bestimmte Veränderungen beobachtet werden. Zu diesen Anzeichen gehören:
- Nachlassende Motivation, zur Schule zu gehen,
- Verlust von wertvollen Gegenständen,
- Beschädigung persönlicher Gegenstände,
- Wunsch, soziale Mediengruppen zu verlassen,
- Vermeidung der Teilnahme an verschiedenen Aktivitäten,
- Unerklärliche Prellungen und blaue Flecken,
- Verwendung negativer Aussagen über sich selbst,
- Aufgabe von Aktivitäten, die dem Kind früher Freude bereitet haben,
- Abnahme des Selbstvertrauens,
- Rückzug in sich selbst,
- Leistungsabfall in der Schule.
ELTERN MÜSSEN SEHR AUFMERKSAM SEIN
Es wird empfohlen, dass Eltern das Freundesumfeld ihrer Kinder, deren Zeit in der Schule und ihre sozialen Beziehungen genau im Auge behalten.
Da Kinder das erlebte Mobbing oft nicht von sich aus ansprechen, ist es von großer Bedeutung, die Anzeichen zu erkennen. Zudem sollte nicht vergessen werden, dass auch die Kinder, die mobben, Unterstützung benötigen.
Hinter diesem Verhalten können familiäre Probleme, Umwelteinflüsse oder in der Vergangenheit erlebte negative Erfahrungen stecken.
Dass Familien ihren Kindern Sicherheit vermitteln und ihnen das Gefühl geben, bedingungslos geliebt zu werden, ist ein wichtiger Schritt, um die Auswirkungen von Mobbing zu mildern. Darüber hinaus ist eine Zusammenarbeit mit der Schulleitung erforderlich, wobei den Problemen nicht mit Schuldzuweisungen, sondern lösungsorientiert begegnet werden sollte. Den Eltern kommt eine große Verantwortung zu, wenn es darum geht, Individuen mit ausgeprägter Empathiefähigkeit zu erziehen, die Rechte und Freiheiten respektieren.