Anwälte nach Behauptung „Dilan Polat wird Selbstmord begehen“ im Gefängnis
Angeblich fand ein Telefonat zwischen dem Ehepaar Polat statt. Dilan Polat erklärte während des Gesprächs, dass ihr psychischer Zustand schlecht sei und sagte: „Ich möchte Selbstmord begehen.“ Nach dem Gespräch, das in den Gefängnisakten vermerkt wurde, eilten ihre Anwälte ins Gefängnis.
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Angeblich fand in den vergangenen Tagen ein Telefonat zwischen dem Ehepaar Polat statt.
Dilan Polat erklärte während des Gesprächs, dass ihr psychischer Zustand schlecht sei und sagte: „Ich möchte Selbstmord begehen.“ Es wurde berichtet, dass die Anwälte nach dem Gespräch, das in den Gefängnisakten vermerkt wurde, dringend ins Gefängnis eilten.
Unterdessen wurde im Rahmen der Ermittlungen auch Gökay Bekar, ein Verwandter und Buchhalter von Engin Polat, verhaftet. Damit stieg die Zahl der Inhaftierten auf 16.
ANTRAG AUF WIRKSAME REUE GESTELLT
Während die Ermittlungen gegen Dilan und Engin Polat, die wegen Geldwäsche und Steuerhinterziehung inhaftiert sind, andauern, sind sehr wichtige Informationen ans Licht gekommen. Der Fall von Dilan Polat und ihrem Ehemann Engin Polat, die wegen „Verstoßes gegen das Gesetz zur Verhinderung der Geldwäsche, das Steuerverfahrensgesetz sowie das Gesetz über Wetten und Glücksspiele bei Fußball- und anderen Sportveranstaltungen“ inhaftiert sind, bleibt ein aktuelles Thema.
Die wichtigste Entwicklung in der Akte war in der vergangenen Woche der Antrag auf wirksame Reue von Ahmet Gün, der in den letzten drei Jahren die Buchhaltung der Familie geführt hat. Ahmet Gün ist eine Person, die sich am Geldkreislauf der Polats beteiligte, indem sie im Namen ihrer Tochter eine Firma gründete.
„DAS ANALYSEERGEBNIS WIRD ES ZEIGEN“
Gün beschrieb in seiner Aussage bei der Staatsanwaltschaft die geschäftlichen Aktivitäten der Familie Polat wie folgt: „Es gibt hohe Geldeingänge ohne Warengegenwert. Ich vermute, dass die Quelle dieses Geldes Wetten oder eine andere Form der Geldwäsche sein könnte, aber das sind Dinge, die sich erst durch eine Analyse herausstellen werden. Es gibt also hohe, unklare Geldbewegungen auf den Konten dieser Unternehmen als Gegenleistung für stornierte Rechnungen.“
Gün, der sich am Geldkreislauf der Familie Polat beteiligte, indem er seine Tochter eine Firma gründen ließ, konnte den Staatsanwalt mit dieser Information zwar nicht von einer Freilassung überzeugen, es ist jedoch möglich, dass er weitere Informationen liefert. In der Ermittlungsakte erscheint die jüngste Geldquelle der Familie Polat als Einnahmen aus einer Online-Verkaufsplattform und einem Zahlungssystem.
„ICH HABE ZWEIFEL“
Die Familie Polat wandelt diese Einnahmen schnell in Bargeld um, stellt Rechnungen unterhalb der Einnahmen aus und beginnt, das Geld zwischen ihren Unternehmen zirkulieren zu lassen. Dieses Geld sieht nicht nach Wetteinnahmen aus. Der Buchhalter der Polats, Ahmet Gün, deutete in seiner Aussage auf illegale Wetten hin, ging jedoch nicht ins Detail. Gün teilte dem Staatsanwalt folgende Behauptung mit:
„Ich vermute, dass die Quelle dieses Geldes Wetten oder eine andere Form der Geldwäsche sein könnte, aber das sind Dinge, die sich erst durch eine Analyse herausstellen werden. Es gibt also hohe, unklare Geldbewegungen auf den Konten dieser Unternehmen als Gegenleistung für stornierte Rechnungen, aber ich habe Zweifel, ob die Quelle Wetten oder eine andere Form der Geldwäsche ist.
Nach November 2022 könnte auf diese Weise durch Rechnungsstornierungen bei hohen Verkäufen Geld unklarer Herkunft in das System eingeschleust worden sein.“