Aussage von Zümrüt Yerebakan aus dem Polat-Fall aufgetaucht
Zümrüt Yerebakan, gegen die im Rahmen der Ermittlungen gegen das Ehepaar Dilan und Engin Polat ein Haftbefehl vorlag, wurde nach ihrer Vorführung beim Haftrichter unter der Auflage eines Ausreiseverbots freigelassen. Die Aussage von Yerebakan bei der Staatsanwaltschaft ist nun bekannt geworden. Zümrüt Yerebakan sorgte mit der Aussage „Engin Polat war immer entspannt“ für Aufsehen.
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Müslim SARIYAR / 12punto.com.tr
Die Finanzberaterin Zümrüt Yerebakan, gegen die im Rahmen der Ermittlungen gegen Dilan und Engin Polat wegen Geldwäsche ein Haftbefehl vorlag, wurde nach ihrer Aussage unter der Auflage eines Ausreiseverbots freigelassen.
Die Schilderungen der Finanzberaterin, die im Rahmen des Polat-Falls vernommen wurde, sorgten für Aufmerksamkeit.
Es stellte sich heraus, dass Engin Polat und andere Firmenmitarbeiter nach dem MASAK-Bericht eine Besprechung abhielten. Während der Sitzung, bei der der Bericht per Projektor an die Wand geworfen wurde, soll Rechtsanwalt Ahmet Gün gesagt haben: „Hieraus ergibt sich lediglich eine Steuerstrafe.“
Zümrüt Yerebakan, die angab, dass nach Bekanntwerden des MASAK-Berichts eine Sitzung im Unternehmen stattfand, machte in ihrer Aussage bei der Staatsanwaltschaft bemerkenswerte Angaben.
'ENGIN POLAT WAR SEHR ENTSPANNT'
Yerebakan erklärte: „In der Sitzung projizierten sie den MASAK-Bericht mittels eines Projektors auf eine Leinwand. Der Bericht wurde dort Seite für Seite schnell durchgegangen. Am Ende entstand die Entscheidung, dass lediglich eine Steuerstrafe verhängt werden würde. Da auf den Fahrzeugen noch keine Pfändungen oder Sicherungsmaßnahmen lasteten, wurden Gespräche über die Übertragung der Fahrzeuge auf andere Personen geführt. Während dieser Gespräche war Engin Polat entspannt.
Von der Firma der Polats in Ataşehir wurden Schecks ausgestellt. Nachdem Ahmet Gün seine Provision von diesen Scheckbeträgen einbehalten hatte, flossen die Gelder, auf die sich die Schecks bezogen, wieder an die Polats zurück und wurden durch Immobilieninvestitionen in das System eingeschleust und gewaschen. Nach Beginn der Ermittlungen bereiteten Ahmet Gün und andere Personen ihre Aussagen schriftlich vor. Sie hielten in den Texten fest, was gesagt werden sollte“, so ihre Aussage.
Der inhaftierte Rechtsanwalt Ahmet Gün hatte gegenüber der Staatsanwaltschaft erklärt, dass er als Kronzeuge aussagen wolle.
HAFTENTLASSUNGSANTRAG ABGELEHNT
Die Staatsanwaltschaft hielt die Ausführungen von Gün jedoch für nicht ausreichend und lehnte den Antrag auf Haftentlassung ab.
Im Rahmen der Ermittlungen waren 12 Verdächtige, darunter Engin Polat, Dilan Polat und Familienmitglieder, inhaftiert worden.