Autopsiebericht von Güllü liegt vor

Der gerichtsmedizinische Bericht zum Tod der bekannten Künstlerin Güllü belegt einen hohen Alkoholgehalt in ihrem Blut. Ihr Anwalt erklärte, dass dies die Wahrscheinlichkeit eines versehentlichen Sturzes stärke.

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Der lang erwartete gerichtsmedizinische Bericht zum Tod von Güllü, die nach einem Sturz vom Balkon ihres Hauses im Bezirk Çınarcık in Yalova verstarb, während sie Zeit mit ihrer Tochter und deren Freundin verbrachte, wurde veröffentlicht. Dem Bericht zufolge wurden im Blut von Güllü 3,53 Promille Ethanol und in der Glaskörperflüssigkeit 343 mg/dl Ethanol festgestellt. Zudem wurden geringe Dosen eines angstlösenden Medikaments und eines Magenschutzmittels im Blut sowie ein Schmerzmittel im Urin nachgewiesen.

Wie Dilek Güngör von Ekol TV berichtet, erklärte der Anwalt der Künstlerin, dass diese Befunde darauf hindeuten, dass Güllü unter einem erheblichen Verlust des Gleichgewichts und der Koordination gelitten haben könnte, was die Theorie eines versehentlichen Sturzes stütze. Im Bericht wurde zudem festgehalten, dass in den inneren Organen und im Mageninhalt keine toxischen Substanzen gefunden wurden und keine Spuren von Methanol, Drogen oder Giftstoffen vorlagen.

AM TAG DES VORFALLES GAB ES KEINE NEGATIVEN VORKOMMNISSE

Im Rahmen der Ermittlungen durchgeführte Auswertungen von Kameraaufzeichnungen und Befragungen von Nachbarn ergaben, dass es am Tag des Vorfalls zu keinen negativen Vorkommnissen gekommen war. Es wurde bekannt, dass Güllü bereits in der Vergangenheit aufgrund des rutschigen Bodenbelags im Haus gestürzt war und dies auch gegenüber der Polizei ausgesagt hatte.

Behauptungen über die Anwesenheit einer weiteren Person im Haus, abgesehen von Güllüs Tochter und deren Freundin, konnten bisher nicht bestätigt werden. Die durchgeführte Autopsie ergab zudem keine Anzeichen für Fremdeinwirkung wie etwa Spuren von Schlägen.