Bis zu 10 Jahre Haft für den Schwiegersohn von Ferdi Tayfur gefordert
Im Prozess gegen Muhammet Aydın, den Ehemann von Tuğçe Tayfur, der Tochter des berühmten Sängers Ferdi Tayfur, wurde eine Freiheitsstrafe von bis zu 10 Jahren gefordert. Ihm wird vorgeworfen, ein Vollstreckungsverfahren mit einer Unterschrift eingeleitet zu haben, die nachweislich nicht von der betroffenen Person stammte.
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In einem im vergangenen Jahr in Istanbul bekannt gewordenen Vollstreckungsfall bemerkte ein Bürger namens Necmettin D., nachdem er von dem gegen ihn eingeleiteten Verfahren erfahren hatte, dass die Unterschrift auf dem Schuldschein nicht von ihm stammte. Necmettin D. erstattete Anzeige bei den Justizbehörden, da er behauptete, das Dokument sei ohne sein Wissen erstellt worden.
Wie die Zeitung Sabah berichtet, wurde im Rahmen der durchgeführten Ermittlungen eine Anklageschrift gegen Muhammet Aydın wegen „Urkundenfälschung“ und „Betrugs unter Nutzung öffentlicher Institutionen und Einrichtungen als Mittel“ erstellt. Die Staatsanwaltschaft forderte für Aydın eine Gesamtfreiheitsstrafe von bis zu 10 Jahren für die genannten Straftaten.
Muhammet Aydın wies die Vorwürfe in seiner Aussage während der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zurück. In seiner Verteidigung behauptete er, er habe dem Kläger einen bestehenden Betrieb übergeben, dafür einen Scheck erhalten und aufgrund ausbleibender Zahlungen rechtliche Schritte eingeleitet zu haben. Zudem argumentierte er, dass die Mietzahlungen für das Geschäft ausgeblieben seien und er einen finanziellen Schaden erlitten habe, da der Mietvertrag auf seinen Namen lief.
Ein von einem Sachverständigen erstelltes Gutachten änderte jedoch den Verlauf der Ermittlungen. In dem Bericht wurde eindeutig festgestellt, dass weder die Unterschrift noch die Schriftzüge auf dem Schuldschein von dem Geschädigten Necmettin D. stammten. In der auf Basis dieser Erkenntnisse erstellten Anklageschrift wird Muhammet Aydın nun Urkundenfälschung und Betrug vorgeworfen.
Abschließend wurde mitgeteilt, dass der Fall in den kommenden Tagen vor Gericht verhandelt wird.