Boykott-Botschaft von Kalben an die Band Muse: Wir werden nicht an eurem Konzert teilnehmen

In den sozialen Medien wurde zum Boykott von DBL Entertainment aufgerufen, einem Unternehmen unter dem Dach von Dolmabahçe A.Ş., das als Türkei-Veranstalter für die Musikgruppe Muse fungiert. Die Künstlerin Kalben markierte den Social-Media-Account von Muse und erklärte, dass sie aufgrund des Boykotts nicht an deren Konzert am 11. Juni teilnehmen werden.

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Die Äußerungen von Abdülkadir Özkan, dem Eigentümer von Dolmabahçe A.Ş., der auf seinem X-Account den Aufruf des CHP-Vorsitzenden Özgür Özel zum Boykott von Espressolab als "vaterlandsverräterisch" bezeichnete und zudem den Vater des inhaftierten Istanbuler Bürgermeisters Ekrem İmamoğlu ins Visier nahm, hatten für große Empörung gesorgt.

Özkan hatte sein Konto nach den Reaktionen geschlossen.

Özkan war ab 2010 als Presseberater für das Diyanet und ab 2014 für das Bildungsministerium tätig und wurde 2015 zum Chefberater des Ministerpräsidenten ernannt.

KONZERT WURDE BOYKOITTIERT

Über die Veranstaltungsfirma von Özkan kamen ausländische Musikgruppen in die Türkei. Insbesondere von Künstlern wurden Boykottaufrufe gegen DBL Entertainment, das zu der von Özkan geführten Dolmabahçe A.Ş. gehört, geteilt.

In diesem Zusammenhang wurde sowohl zum Boykott des Konzerts der weltberühmten Musikgruppe Muse am 11. Juni als auch zu anderen von DBL Entertainment organisierten Veranstaltungen aufgerufen. Die Künstlerin Kalben informierte Muse über die Situation, indem sie deren Account auf X markierte.

Kalben schrieb dazu:

"Ich höre eure Musik seit über 20 Jahren und ihr habt meine Musik und mein Leben in vielerlei Hinsicht inspiriert. Ich, alle meine Freunde und die Menschen, mit denen ich im Laufe meiner Karriere zusammengearbeitet habe, werden leider niemals an eurem Konzert in Istanbul teilnehmen können, da der Veranstalter auf der Boykottliste der pro-demokratischen Bewegung steht. Bitte prüft die Nachrichten und setzt ein Zeichen der Unterstützung und Solidarität."