Das lachende Gesicht der Bühne: Gedenken an Rasim Öztekin

Rasim Öztekin, bekannt als Fehmi Baba aus der Serie „Seksenler“, eroberte die Herzen der Zuschauer nicht nur durch seine Schauspielkunst, sondern auch durch seine Synchronisationen in Serien und Filmen sowie seine pointierten Kolumnen. Sein Tod jährt sich nun zum dritten Mal.

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Der Theater-, Film- und Fernsehschauspieler Rasim Öztekin ist vor drei Jahren von uns gegangen.

Als fünfter Träger des traditionellen „Kavuk“ des türkischen Theaters und als lachendes Gesicht von Fernsehen und Bühne eroberte Öztekin die Herzen der Menschen nicht nur durch seine schauspielerische Leistung, sondern auch durch seine Synchronarbeit in Serien und Filmen sowie seine journalistischen Kolumnen.

Der Künstler, der mit vollem Namen Rasim Mükerrem Öztekin hieß, wurde am 14. Januar 1959 in Istanbul als Sohn von Şükran und Atilla Fazlı Öztekin geboren.

Der erfolgreiche Schauspieler besuchte das Galatasaray-Gymnasium und absolvierte anschließend die Hochschule für Presse und Publizistik der Universität Istanbul.

Rasim Öztekin begann seine Bühnenkarriere mit Amateurarbeiten bei der Istanbuler Akademie der Künstler, der Kadıköy-Volksbildung und dem Nöbetçi-Theater.

ER TEILTE DIE BÜHNE MIT DEN MEISTERN DES TÜRKISCHEN THEATERS

Öztekin wurde 1980 mit dem Ortaoyuncular-Ensemble von Ferhan Şensoy professioneller Theaterschauspieler. Zwischen 1980 und 1992 wirkte er in allen Stücken des Ortaoyuncular-Theaters mit, darunter „Şahları da Vururlar“, „Kahraman Bakkal Süpermarkete Karşı“, „İçinden Tramvay Geçen Şarkı“ und „İstanbul'u Satıyorum“.

Der Meisterdarsteller stand gemeinsam mit bedeutenden Größen des türkischen Theaters wie Münir Özkul, Erol Günaydın, Tuncel Kurtiz, Ferhan Şensoy und Zeliha Berksoy auf der Bühne.

Zwischen 1992 und 1995 trat Rasim Öztekin in Produktionen wie „Müzikomedi“ mit Nükhet Duru und Demet Akbağ, „Mega Show“ mit Hülya Avşar, İbrahim Tatlıses und Demet Akbağ sowie den „Yeşil Kabare“-Shows mit Demet Akbağ und Ayşen Gruda auf.

1994 inszenierte er das von Gani Müjde und Yılmaz Erdoğan geschriebene Musical „2071'de Türkiye“ und wirkte darin auch als Schauspieler mit.

ERSTER SCHRITT IN DEN FILM IM JAHR 1986

Der vielseitige Künstler moderierte Sendungen wie „Görevimiz Komedi“, „Komedi Türk“, „Bak Hele Bak“, „Eğrisiyle Doğrusuyla“, „Biraz Düş, Biraz Gülüş“, „Eşref Saati“ und „Bizden Size“.

Mit dem Film „Bir Günlük Aşk“ begann er 1986 seine Kinokarriere. Im Laufe seiner Laufbahn spielte er in zahlreichen Filmen mit, darunter „Kurt Kanunu“, „Şans Kapıyı Kırınca“, „G.O.R.A.“, „Düğün Dernek“, „Mandıra Filozofu“ und „Çalgı Çengi İkimiz“.

Nach der Fernsehserie „Köşe Dönücü“ gewann Öztekin die Anerkennung des Publikums durch seine Rollen in Serien wie „Klavye Delikanlıları“, „Geniş Aile“ und „Seksenler“.

Neben seiner Arbeit als Synchronsprecher für Zeichentrickfilme und Werbespots übernahm er die Hauptrolle im Musical „Yıldızların Altında“, geschrieben von Gani Müjde und inszeniert von Mehmet Ergen, an der Seite von Beyazıt Öztürk und Candan Erçetin. Zudem war er als Drehbuchautor für Programme beim Sender TRT tätig.

Öztekin schrieb als Kolumnist für die Zeitungen Akşam und Star und verfasste zudem Beiträge zu verschiedenen Themen auf seiner eigenen Website.

Der Meisterdarsteller erlitt 2009 während der Aufführung des Stücks „Boş Gezen ve Kalfası“ einen Herzinfarkt, woraufhin ihm während der Behandlung ein Herzschrittmacher eingesetzt wurde.

Rasim Öztekin engagierte sich in verschiedenen sozialen Projekten, insbesondere im Gesundheitsbereich.

ÜBERGABE DES „KAVUK“ AN ŞEVKET ÇORUH IM JAHR 2020

Nachdem er 2016 das „Kavuk“ von Hasan Efendi – einem wichtigen Symbol des traditionellen türkischen Theaters – von Ferhan Şensoy übernommen hatte, übergab er es 2020 aus gesundheitlichen Gründen an Şevket Çoruh.

Aus der Ehe von Rasim Öztekin mit Zeynep Aslıhan İsbay ging 1987 seine Tochter Pelin Öztekin hervor, die ebenfalls als Schauspielerin tätig ist. Im Jahr 2005 heiratete Öztekin die Journalistin Esra Kazancıbaşı.

Öztekin wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 1988 als „Bester Schauspieler“ bei den Altan-Erbulak-Preisen, 1995 als „Erfolgreichster Schauspieler des Jahres“ bei den İsmail-Dümbüllü-Preisen und 2003 als „Bester Nebendarsteller“ in der Kategorie Komödie und Musical bei den Afife-Theaterpreisen. Zudem wurde er von NGOs, Medien und Universitäten mehrfach zum „Künstler des Jahres“ gewählt.

Er veröffentlichte zudem das Buch „Atış Serbest“, eine Sammlung seiner Kolumnen. Öztekin verstarb am 8. März 2021 im Alter von 62 Jahren in einem Krankenhaus, in das er aufgrund von Herzproblemen eingeliefert worden war.

PROJEKTE DES KÜNSTLERS

Theater: „İstanbul'u Satıyorum“, „Don Juan ile Madonna“, „Soyut Padişah“, „Yorgun Matador“, „Aşkımızın Gemisi Fındık Kabuğu“, „Güle Güle Godot“, „Aptallara Güzel Gelen Televizyon Dizileri“, „Haldun Taner Kabare“, „Çok Tuhaf Soruşturma“, „Parasız Yaşamak Pahalı“, „Fişne Pahçesu“, „Kökü Bitti Zıkkım Zulada“, „Sahibinden Satılık Birinci El Ortaoyunu“, „Uzun Donlu Kişot“, „Kiralık Oyun“.

Kino: „Çalgı Çengi İkimiz“, „Düğün Dernek“, „Düğün Dernek 2“, „Mandıra Filozofu“, „Vay Arkadaş“, „Gelecekten Bir Gün“, „Kanal-İ-Zasyon“, „Kabadayı“, „Kapılara Dikkat“, „Şans Kapıyı Kırınca“, „Pardon“ und „G.O.R.A.“.

Serie: „Klavye Delikanlıları“, „Kardeş Payı“, „Seksenler“, „Geniş Aile“, „Komedi Türk“, „Eyvah Halam“, „Suç Dosyası“, „Güzel Günler“, „Pertev Bey'in Üç Kızı“, „Hırsız Polis“, „Dolunay“, „Ev Hali“, „Yeni Hayat“, „Paşa Baba Konağı“, „Başka İstanbul Yok“, „Boşgezen ve Kalfası“, „Fal Bilim Merkezi“, „Köşe Dönücü“.