Der härteste Winter seit 50 Jahren: Millionen Tiere in der Mongolei verendet

Die extremsten Wetterbedingungen der letzten 50 Jahre in der Mongolei haben zum Tod von mehr als 4,7 Millionen Tieren geführt.

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Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) hat einen internationalen Notruf für die Lage in der Mongolei gestartet.

In einer schriftlichen Erklärung der IFRC wurde mitgeteilt, dass die eisigen Temperaturen, die zum Tod von mehr als 4,7 Millionen Tieren geführt haben, die Lebensgrundlage tausender Bürger in der Region bedrohen.

In der Erklärung heißt es, dass das Wetterphänomen „Dzud“, bei dem Weideflächen von Schnee bedeckt werden, den Nutztieren den Zugang zu Nahrung verwehrt. Aufgrund dieses Wetterereignisses hätten mehr als 2.250 Familien, die in der Viehwirtschaft tätig sind, 70 Prozent ihres Viehbestands verloren, und mehr als 7.000 Familien hätten keinen Zugang zu ausreichender Nahrung mehr.

Der IFRC-Regionaldirektor Alexander Matheou erklärte gegenüber CNN, dass diese Menschen, die ihren Lebensunterhalt mit der Viehzucht bestreiten, innerhalb weniger Monate verarmt seien; einige könnten sich nicht mehr ernähren und ihre Häuser nicht mehr heizen.

TIERE STERBEN WEITER

Matheou wies darauf hin, dass das „Dzud“-Phänomen, das früher nur sehr selten auftrat, nun immer häufiger vorkomme. Obwohl es bereits Frühling sei, liege aufgrund des anhaltenden Winters in der Mongolei immer noch Schnee, und die Tiere würden weiterhin sterben.

Matheou sagte, dass die durch den „Dzud“ schneebedeckten Straßen auch den Zugang zu Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen erschwerten.

WIRKT SICH SEIT 2 JAHREN AUS

Das Wetterphänomen „Dzud“, die Bezeichnung für sehr harte Winter, die auf einen trockenen Sommer in der Mongolei folgen, tritt normalerweise alle 12 Jahre auf. Es ist jedoch bekannt, dass es das Land nun bereits das zweite Jahr in Folge fest im Griff hat.

Es wird geschätzt, dass im vergangenen Jahr aufgrund des „Dzud“ mehr als 1 Million Nutztiere verendet sind.