Kritische Warnung vom Erdbebenexperten! Er weist auf 3 Orte hin

Nach dem Erdbeben in Elazığ äußerte sich der Geowissenschaftler Prof. Dr. Okan Tüysüz mit eindringlichen Worten. Tüysüz bezeichnete die Region und die Verwerfungslinie, an der das Beben stattfand, als „gefährliches Gebiet“.

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Nach dem Erdbeben der Stärke 5,0 in Elazığ gab der Geowissenschaftler Prof. Dr. Okan Tüysüz eine Einschätzung der Lage ab. Im Live-Programm von NTV erklärte Tüysüz: "Die in Elazığ zu erwartenden Erdbeben sind Nachbeben, die eine Stärke von etwa 4 erreichen können. Diese Aktivität wird anhalten. Sie können bis zu einer Stärke von 4 ansteigen und in den ersten 3 Tagen auftreten." 

Tüysüz wies auf Bingöl, Palu und Yedisu hin und äußerte sich wie folgt: 

"Das bedeutendste Erdbeben in dieser Region war das Elazığ-Beben im Jahr 2020. Der Ursprung des Bebens war die Ostanatolische Verwerfung, die um den Hazar-See verläuft. Obwohl sie etwas von Elazığ entfernt liegt, verursachte sie aufgrund des schlechten Untergrunds in Elazığ Schäden in der Stadt. Auf dieser Verwerfung gab es im 18. Jahrhundert Erdbeben. In den 2010er Jahren traten Beben der Stärke 4 bis 5 auf. Wir erwarten nicht, dass das heutige Beben der Stärke 5 Schäden verursacht. Wir können sagen, dass an der Verwerfung, an der dieses Beben stattfand, kein größeres Erdbeben zu erwarten ist. 

Die Ostanatolische Verwerfung besteht aus einer Reihe von Verwerfungsstücken", sagte Tüysüz. "Wir nennen diese Verwerfungssegmente. Nachdem ein Segment gebrochen ist, erzeugt es für 200 bis 300 Jahre keine Erdbeben mehr. Da die Verwerfung beim Beben 2020 bereits gebrochen war, erwarteten wir dort keine weiteren Erdbeben mehr.

Wir weisen jedoch schon seit langem auf die Umgebung von Palu, Bingöl und Yedisu hin, sowohl aufgrund der Auswirkungen des Erdbebens vom 6. Februar in der Region als auch wegen der Wiederholungsintervalle historischer Erdbeben. Das heutige Beben ereignete sich auf einer bereits zuvor gebrochenen Verwerfung.

Betrachtet man die Region, so hat der Bereich zwischen Palu und Bingöl seit vielen Jahren keine Erdbeben mehr erzeugt; dort besteht die Möglichkeit von Erdbeben. Orte wie Bingöl und Palu müssen auf ein mögliches Erdbeben vorbereitet werden. Wir möchten betonen, dass dies ein gefährliches Gebiet ist."