Erschreckende Wahrheit über Tattoo-Tinten: Nicht deklarierte Chemikalien bedrohen unsere Gesundheit!
In 90 Prozent der Tattoo-Tinten in den USA wurden Chemikalien gefunden, die nicht auf den Etiketten aufgeführt sind und gesundheitsschädlich sein könnten.
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Einer neuen Studie zufolge enthalten 90 Prozent der Tattoo-Tinten in den USA Inhaltsstoffe, die nicht auf den Etiketten angegeben sind. In der von Forschern der Binghamton University durchgeführten Studie wurden die Inhaltsstoffe von Tattoo-Tinten untersucht. Die Forscher stellten das Vorhandensein von nicht deklarierten Bestandteilen fest, die ein Gesundheitsrisiko darstellen könnten.
Laut der Doktorandin und Hauptautorin der Studie, Kelli Moseman, wurde das Vorhandensein von nicht auf den Etiketten aufgeführten Substanzen bereits bei ersten Untersuchungen bemerkt. In der im Fachmagazin Analytical Chemistry veröffentlichten Studie wurde darauf hingewiesen, dass sich unter diesen nicht gelisteten Stoffen gesundheitsgefährdende Komponenten befinden.
Die Forscher fanden heraus, dass die meisten der untersuchten Tinten von globalen und kleinen Unternehmen in den USA Chemikalien wie Polyethylenglykol enthalten, die gesundheitliche Probleme verursachen können. Zudem wurde festgestellt, dass 15 Prozent der Tattoo-Tinten Propylenglykol enthalten, ein potenzielles Allergen. Obwohl die US-amerikanische Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde FDA diesen Stoff als „allgemein sicher“ einstuft, wurde betont, dass er bei hoher Konzentration schädlich sein kann.
ANTIMIKROBIELLE SUBSTANZ GEFUNDEN
In den meisten der untersuchten Tinten wurden erhebliche Abweichungen festgestellt, wie etwa nicht deklarierte Pigmente und nicht aufgeführte Zusatzstoffe. Zu diesen nicht gelisteten Inhaltsstoffen gehören Hexamethylentetramin, ein Antibiotikum zur Behandlung von Harnwegsinfektionen, sowie 2-Phenoxyethanol, eine antimikrobielle Substanz, die ein Risiko für gestillte Säuglinge darstellen kann.
Die Forscher konnten keine eindeutige Erklärung dafür liefern, ob diese auf den Etiketten fehlenden Bestandteile absichtlich nicht angegeben wurden oder ob die Hersteller falsche Etiketten erhalten haben. Es wurde jedoch auch darauf hingewiesen, dass die zusätzlichen Inhaltsstoffe auf eine Verunreinigung der Tinte zurückzuführen sein könnten.
Angesichts dieser Ergebnisse wird erwartet, dass die Hersteller ihre Prozesse überprüfen und Druck ausgeübt wird, um eine bessere Kennzeichnung von Tattoo-Tinten zu erreichen.
Die Regulierung von Tattoo-Tinten ist in den USA weniger streng als in Europa. Im Jahr 2022 verabschiedete der US-Kongress jedoch ein Gesetz, das es der FDA ermöglicht, Tattoo-Tinten zu regulieren. Zudem wurde in der Europäischen Union die Verwendung bestimmter blauer und grüner Tinten verboten, wobei diese Verbote in einigen Ländern noch nicht umgesetzt sind. Für farbige Tinten, die allergische Reaktionen hervorrufen, wurden Beschränkungen eingeführt.