Forschungsergebnisse: Auch Katzen trauern nach dem Tod

Obwohl Katzen in vielen Teilen der Welt als gleichgültig, undankbar und verwöhnt gelten, räumt eine neue Studie mit diesen Vorurteilen auf. Das Ergebnis der Untersuchung zeigt, dass Katzen lange Zeit trauern, wenn ein anderes Tier oder ein Mensch, mit dem sie im selben Haushalt lebten, verstirbt.

12punto

Obwohl Katzen oft als undankbar bezeichnet werden, widerlegen die Ergebnisse einer neuen Studie diese weit verbreitete Annahme. Berichten von US-Forschern zufolge zeigen Katzen selbst nach dem Tod eines anderen Tieres im selben Haushalt über einen längeren Zeitraum Anzeichen von Trauer.

Wie der Guardian berichtet, haben einige Katzen nach dem Verlust Schwierigkeiten beim Schlafen, während andere ihr Futter verweigern oder anfangen, „kläglich“ zu miauen. Das Forschungsteam vermutet, dass diese Ergebnisse ein Spiegelbild der psychologischen Erfahrung bei Katzen sein könnten.

Andererseits kam die Studie zu dem Schluss, dass Katzen anstatt zu schlafen, zu fressen oder zu spielen, mehr Zeit damit verbringen, Aufmerksamkeit von Menschen und anderen Haustieren zu suchen, Zeit mit ihnen zu verbringen und nach ihren „verlorenen“ Gefährten zu suchen.

„KOMPLEXE“ VERHALTENSWEISEN KÖNNEN AUFTRETEN

Darüber hinaus ist bekannt, dass nicht nur Katzen, sondern auch verschiedene andere Tiere Trauerrituale pflegen. So können beispielsweise Elefanten, Delfine und Schimpansen nach dem Tod eines tierischen Gefährten „komplexe“ Verhaltensweisen zeigen, um den leblosen Körper zu schützen. Eine kürzlich von italienischen Forschern durchgeführte Studie ergab zudem, dass auch bei Hunden ein „Trauerritual“ existiert. Demnach zeigen sich Verhaltensänderungen bei einem Hund, wenn ein anderer Hund im Haushalt stirbt.

In der Studie wurde festgestellt, dass Katzen umso tiefer betroffen sind, je länger sie mit ihren tierischen Gefährten zusammengelebt haben, wobei das Miterleben des Todes und die Anzahl der Haustiere im Haushalt keinen Einfluss darauf hatten.