Gerichtsentscheidung im Fall Aleyna Tilki: 'Blumensenden ist sexuelle Belästigung'
Gegen den obsessiven Fan Muhammed Erkam A., der bis vor das Haus der Sängerin Aleyna Tilki ging und ihr Blumen schickte, wurde ein bemerkenswertes Urteil gefällt. Das Gericht wertete das Senden von Blumen als sexuelle Belästigung, da keine gegenseitigen Gefühle bestanden.
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Gegen Muhammed Erkam A., der über die Stacheldrahtzäune der Wohnanlage der Sängerin Aleyna Tilki in Üsküdar geklettert war, bis vor ihr Haus gegangen war und ihr belästigende Nachrichten geschickt hatte, war ein Verfahren eröffnet worden.
Der Angeklagte, der behauptete, Tilki über soziale Medien kennengelernt zu haben, sagte: "Sie fand mich talentiert und wollte mich auf den Markt bringen. Da sie mich um Blumen bat, habe ich welche zu ihrem Haus geschickt."
Nach dieser Verteidigung wurde vom Gerichtsmedizinischen Institut (Adli Tıp) ein Gutachten eingeholt, das Erkam A. volle geistige Zurechnungsfähigkeit bescheinigte.
Der Angeklagte Muhammed Erkam A. wurde zu einer Freiheitsstrafe von 1 Jahr und 3 Monaten sowie zu einer Geldstrafe von 3.320 Lira verurteilt.
BLUMEN AN PRIVATWOHNSITZ GESCHICKT
Dem Bericht von Günaydın zufolge stellte das Gericht fest, dass der Angeklagte die Blumen nicht an die Geschäftsadresse der Sängerin, sondern an ihren Privatwohnsitz geschickt hatte, und betonte, dass dieses Verhalten, obwohl keine gegenseitigen Zuneigungsgefühle bestanden, den Tatbestand der sexuellen Belästigung erfülle.
Muhammed Erkam A. wurde wegen sexueller Belästigung von Aleyna Tilki zu einer Geldstrafe von 3.320 Lira und wegen Verletzung der Unverletzlichkeit der Wohnung zu einer Freiheitsstrafe von 1 Jahr und 3 Monaten verurteilt.