Großer Schock für Metin Zakoğlu: Aufführungen im AKM wegen Murat-Kurum-Witz abgesagt

Das Atatürk-Kulturzentrum (AKM), mit dem der Theatermacher Metin Zakoğlu Verträge für die Stücke 'Hayrola Kayrola' von Ferhan Şensoy und 'Aufzeichnungen eines Wahnsinnigen' von Gogol unterzeichnet hatte, hat fünf Aufführungen storniert. Zakoğlu erklärte, er sei aufgrund eines Witzes über Murat Kurum zensiert worden.

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Fünf geplante Aufführungen des Komikers Metin Zakoğlu im Atatürk-Kulturzentrum (AKM) wurden vom Kulturministerium abgesagt.

Zakoğlu äußerte seinen Unmut und argumentierte, dass er zensiert wurde, nachdem er einen Witz über Murat Kurum, den Kandidaten der AKP und MHP für das Amt des Bürgermeisters von Istanbul, gemacht hatte.

Demnach wurde Zakoğlus Stück „Hayrola Kayrola“ aus der Feder von Ferhan Şensoy seit Februar im AKM aufgeführt. Nach der Vorstellung am 7. Mai wurden jedoch fünf Aufführungen des bekannten Komikers vom Kulturministerium gestrichen.

Im Gespräch mit der Journalistin Işıl Çalışkan sagte Zakoğlu: "Wir hatten mit der AKM-Leitung einen Vertrag unterzeichnet, um im Februar Ferhan Şensoys 'Hayrola Kayrola' und im April Gogols 'Aufzeichnungen eines Wahnsinnigen' aufzuführen" und fuhr wie folgt fort:

'MEINE STÜCKE WURDEN OHNE RÜCKFRAGE ABGESAGT'

"Doch nach der letzten Vorstellung wurde ich wegen eines Witzes über Murat Kurum, der keinerlei Beleidigungen enthielt, zensiert. Aufgrund meines Witzes darüber, dass Kurum Küçükçekmece auf die anatolische Seite verortete, wurden alle meine Stücke ohne Rückfrage abgesagt. Es gab keine Vorwarnung im Stornierungsschreiben. Ich habe keinen einzigen Satz geäußert, der eine Beleidigung darstellt."

"Ich akzeptiere diese antidemokratische und rechtswidrige Situation keinesfalls", sagte Zakoğlu und ergänzte:

"Der Mund von Künstlern ist kein Beutel, den man einfach zuziehen kann. Niemand kann einen Künstler ohne offiziell registrierte Dokumente wegen eines völlig harmlosen Witzes aus Räumen vertreiben, die Künstlern gehören. Meine Anwälte werden diesbezüglich bei allen zuständigen Stellen die notwendigen Schritte wegen Vertragsbruchs einleiten.

Das Atatürk-Kulturzentrum ist kein AKP-Kulturzentrum. Es trägt den Namen Atatürk und ist ein wertvolles Kulturzentrum, in dem Künstler auf ihr Publikum treffen. Niemand kann Zensur gegen Künstler ausüben. Mit welcher Dreistigkeit kann man es wagen, mich so aus dem AKM zu werfen, dass sowohl ich als auch mein Publikum geschädigt werden?"

Die abgesagten Aufführungen sind:

24. Mai: Aufzeichnungen eines Wahnsinnigen

29. Mai: Hayrola Kayrola

4., 12., 26. Juni: Aufzeichnungen eines Wahnsinnigen