Grundwasser in Istanbul in Gefahr! Hoher Wasserverbrauch und Betonierung...
Obwohl die Füllstände der Staudämme in Istanbul bei etwa 70 Prozent liegen, bedroht der tägliche durchschnittliche Wasserverbrauch von 3 Millionen Kubikmetern das Grundwasser. Prof. Dr. İrfan Yolcubal vom Institut für Geologische Ingenieurwissenschaften der Technischen Universität Istanbul (İTÜ) erklärt, dass das Marmara-Wasserbecken, das Istanbul umfasst, als wasserarm gilt und das Grundwasser von entscheidender Bedeutung ist.
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Es wird berichtet, dass die Füllstände der Staudämme in Istanbul bei etwa 70 Prozent liegen und der tägliche durchschnittliche Wasserverbrauch rund 3 Millionen Kubikmeter beträgt. Dieser hohe Wasserbedarf führt dazu, dass die Grundwasserressourcen Istanbuls Alarm schlagen.
GILT ALS WASSERARM
Dem Bericht von Ceyda Ulukaya für Milliyet zufolge erklärte Prof. Dr. İrfan Yolcubal vom Institut für Geologische Ingenieurwissenschaften der Technischen Universität Istanbul, dass es in der gesamten Türkei 25 Wasserbecken gibt und das Marmara-Wasserbecken, das Istanbul umfasst, heute als wasserarm gilt.
Yolcubal betonte, dass das Grundwasser eine kritische Rolle spielt und im Falle einer möglichen großen Katastrophe oder Dürre Ersatzsysteme vorhanden sein müssen. "Unsere sichere Wasserquelle, die wir in erster Linie nutzen können, ist das Grundwasser. Deshalb dürfen wir die Grundwasserreserven in der Stadt nicht zerstören und nicht für Urbanisierung und Industrialisierung freigeben. Die Mehrheit der Quellen befindet sich im Norden von Bakırköy, Büyükçekmece und Silivri sowie auf der Seite von Şile", sagte er.
Yolcubal fügte hinzu, dass illegale Brunnen, die das Grundwasser verbrauchen, bekämpft werden müssen und dass Regenwasser auf Dächern gesammelt und für Bereiche wie die Gartenbewässerung genutzt werden sollte. "Die Rückgewinnung von Wasser und dessen mehrfache Aufbereitung zur Speisung des Grundwassers muss sichergestellt werden", fügte er hinzu.
Cüneyt Gerek, ehemaliger DSİ-Manager und Mitglied der Vereinigung für Wasserpolitik, erklärte, dass das Grundwasser aufgrund der Zunahme von Betonbauten infolge der Urbanisierung in Istanbul nicht mehr ausreichend gespeist werden kann. "Etwa 25 Prozent des Niederschlags sollten eigentlich im Boden versickern. Doch der Niederschlag, der an der Oberfläche auf Beton und Asphalt trifft, hat leider keine Chance, in den Boden einzudringen. Um den Nutzen aus den Niederschlägen zu maximieren, müssen wir Schwammstädte planen. Eine zweite Alternative sind unterirdische Staudämme", sagte er.