Halil Ergüns Geständnis zu Türkan Şoray: „Ich hoffe, eines Tages...“

Der erfahrene Schauspieler Halil Ergün, der mit dem Film „Dedemin Gözyaşları“ (Tränen meines Großvaters) auf die Kinoleinwand zurückkehrt, äußerte den Wunsch, gemeinsam mit der „Sultanin“ des Yeşilçam, Türkan Şoray, in einem Film mitzuspielen.

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Halil Ergün, bekannt als Ali Rıza Bey aus der Serie „Yaprak Dökümü“, die ihre Ära prägte, trifft nach einer langen Pause mit dem Film „Dedemin Gözyaşları“ wieder auf das Kinopublikum.

In dem heute angelaufenen Film spielt Ergün einen Großvater, der darum kämpft, seinen kranken Enkel am Leben zu erhalten.

Der 78-jährige Künstler, der auf ein halbes Jahrhundert künstlerisches Schaffen zurückblickt, gab in einer Erklärung Auskunft über seine Serien- und Filmprojekte.

Ergün betonte, dass „Dedemin Gözyaşları“ sein 81. Kinofilm sei und sagte: „Jeder Film ist eigentlich eine Aufregung. Man erschafft mit dem Regisseur, dem Drehbuchautor und der Besetzung eine neue Welt. Es ist unmöglich, davon nicht begeistert zu sein. Auch 'Dedemin Gözyaşları' behandelt ein für die Türkei sehr sensibles Thema. Es ist ein Film, in dem es um die Beziehung zwischen Kind und Enkel geht. Deshalb finde ich diesen Film auch so aufregend.“

„ICH HABE MIT FREUDE GESPIELT“

Ergün, der angab, seit seinen Universitätsjahren lange Zeit am Theater tätig gewesen zu sein, äußerte: „Ich war eine Zeit lang müde und hatte nach vielen Serien keinem Filmprojekt mehr zugesagt. Bei diesem Film hat mich der Regisseur überzeugt. Ich habe mit Freude gespielt.“

Halil Ergün erklärte, er habe den Film gesehen und sei sehr begeistert gewesen, und fügte hinzu:

„Trotz allem darf man die Hoffnung im Leben nicht aufgeben. Widerstand leisten, sich zum Besseren wenden, das Leben lieben – das ist wichtig. Dieser Film hat mir das gegeben. Denn im Film gibt es Verluste, und das Vermächtnis eines Menschen, den man verloren hat, wird sehr bestimmend für das eigene Leben. Der Film beginnt mit dem Vermächtnis: 'Mein Kind, ich vertraue dir das an.'“

Der Künstler berichtete, dass die Dreharbeiten angenehm verlaufen seien: „Im Film hat man seinen Sohn verloren, die Ehefrau ist verschwunden, man ist mit einem Enkel allein und hat sein Leben an ihn gebunden. Doch in einem unerwarteten Moment tritt eine weitere Krankheit auf. Dass ein Mann in fortgeschrittenem Alter nicht nur einen ihm anvertrauten Enkel hat, sondern auch wegen seines bei einem Unfall verlorenen Sohnes in eine gewisse Gefahr gerät, ist sehr eindrucksvoll. Man sieht das im Film und ist berührt. Ich glaube, wir haben nicht schlecht gespielt. Auch der Regisseur hat den Film gut gedreht.“

„ICH WÜNSCHE MIR SEHR DAS THEATER, ABER ICH HABE ANGST, DASS ICH ES NICHT SCHAFFE“

Der erfolgreiche Schauspieler, der auch in der Serie „Güzel Aşklar Diyarı“ mitspielt, die am 23. September auf Kanal D startet, gab folgende Informationen zur Serie:

„Wir drehen gerade die 3. Folge. Ich hoffe, es wird eine gute Serie. Auch in dieser Serie habe ich Enkel. Meine Frau ist gestorben. Ich habe meine Enkel mit meinem Sohn und meiner Schwiegertochter großgezogen. Mahsun Kırmızıgül hat mich von dieser Serie überzeugt. Ich halte ihn für erfolgreich. Wir haben eigentlich genug Serien gemacht. Ich war müde. Aber das Projekt hat mir gefallen. Ich liebe auch Kappadokien sehr. Es ist ein Ort, an dem ich viele Filme gedreht habe. Wer Kappadokien nicht bereist und gesehen hat, sollte meiner Meinung nach nicht sagen: 'Ich bin Anatolier'. Es ist ein besonderer Ort, man muss ihn gesehen haben.“

Der erfahrene Schauspieler sagte, er könne sich vorstellen, wieder im Kino mitzuwirken, wenn ihn ein Projekt berühre: „Ich wünsche mir sehr das Theater, aber ich habe Angst, dass ich es körperlich nicht schaffe. Jedes Jahr bekomme ich ein Theaterangebot, aber Theater ist eine sehr harte Arbeit. Es gibt Tourneen.“

GESTÄNDNIS ZU TÜRKAN ŞORAY

Der Künstler betonte, dass er Fatma Girik und Türkan Şoray im Kino sehr liebe und schätze, und fuhr fort:

„Ich habe mit der verstorbenen Fatma Girik einen Film gedreht. Wenn ich mit Frau Türkan spreche, sage ich immer: 'Wann machen wir einen gemeinsamen Film?' Ehrlich gesagt hat es nie gepasst. Sie ist natürlich auch sehr müde. Ich hoffe, dass es eines Tages klappt und wir gemeinsam einen Film über eine Liebe im mittleren Alter machen.“

Halil Ergün äußerte zudem den Wunsch, zur Natur zurückzukehren: „Ich möchte auf meinem Land Landwirtschaft betreiben. Ich bin das Kind einer Bauernfamilie, ich komme aus İznik. Ich habe Bäume, Olivenhaine. Eigentlich habe ich mich nie von der Natur getrennt. Ich habe auch meine Kleinstadt nie verlassen. Ich bin das Kind einer 500 Jahre alten Familie aus İznik.“