In 70 Dörfern in der Türkei leben weniger als 10 Personen
Den jüngsten landesweiten Zählungen in der Türkei zufolge ist die Zahl der Dörfer, in denen nur 10 oder weniger Menschen leben, auf 70 gestiegen.
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Nach Angaben des Türkischen Statistischen Instituts (TÜİK) ist die Bevölkerung des Landes innerhalb eines Jahres um 427.224 auf 86.092.168 Menschen gestiegen. Mit Stand 2025 leben 93,6 Prozent der Bevölkerung in Stadt- und Bezirkszentren, während der Anteil derjenigen, die in Gemeinden und Dörfern wohnen, auf 6,4 Prozent gesunken ist. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 6,6 Prozent.
Der Bevölkerungsrückgang in den ländlichen Regionen hält an. Die Zahl der in Gemeinden und Dörfern ansässigen Personen sank im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent auf 5.536.693.
Die Zahl der Dörfer mit einer Bevölkerung von 1.000 oder mehr Einwohnern wurde landesweit auf 456 beziffert. Die Aufzeichnungen zeigen, dass das Dorf İpekli im zentralen Bezirk von Adıyaman mit 6.681 Einwohnern das bevölkerungsreichste Dorf der Türkei ist. Darauf folgen Karacaören in Çanakkale mit 6.668 und das Dorf Taşpınar, ebenfalls in Adıyaman, mit 6.268 Einwohnern. Mende im Zentrum von Uşak (5.946) und das Dorf Samanlı in Yalova (5.696) zählen ebenfalls zu den dicht besiedelten Dörfern.
Einige Dörfer des Landes sind hingegen nahezu vollständig entvölkert. Zu den Dörfern, in denen nur eine Person gemeldet ist, gehören Kayalıbağ in Bitlis, Çattepe in Siirt und Tarlabaşı in Iğdır. Während im Dorf Akımlı in Bingöl 2 Personen leben, sind es in den Dörfern Maltepe (Bingöl), Dilekli (Hakkari) und Kalfalar (Kütahya) jeweils 3 Personen.
Im Dorf Kemerli im zentralen Bezirk von Şırnak liegt die Zahl der Bewohner bei 4, im Dorf Cevizdüzü bei 5.