Krise in den Dilan-Polat-Schönheitszentren
In den Dilan-Polat-Schönheitszentren, die ihren Betrieb über ein Franchise-Modell fortsetzen, ist eine Krise ausgebrochen. Während sich einige Kunden darüber beschweren, keine Leistungen mehr zu erhalten, berichten Investoren von einem Image- und Kundenverlust. In einigen Filialen wurden bereits Geräte zum Verkauf angeboten.
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Dilan und Engin Polat wurden wegen Geldwäsche und Steuerhinterziehung festgenommen, woraufhin es in den 'Dilan-Polat-Schönheitszentren' zu einer Serie von Problemen kam.
Obwohl das Finanzkriminalitäts-Untersuchungskomitee (MASAK) die Filialen, die teilweise der Familie Polat gehören, beschlagnahmt hat, werden 80 Prozent dieser Zentren weiterhin als Franchise-Betriebe geführt. Es zeigt sich jedoch, dass es aufgrund fehlender Geräte- und Produktlieferungen zu Engpässen bei der Dienstleistungserbringung kommt. Im Internet finden sich hunderte Kommentare und Beschwerden zu diesem Thema.
Die Schönheitszentren stornieren entweder bereits im Voraus bezahlte Leistungen oder vergeben Termine erst für Monate später. Zudem wurde der Online-Verkauf von Produkten der Marke Dilan Polat ausgesetzt. Die Lieferung von Schönheitsprodukten, die nicht über den Franchise-Verkauf, sondern über die Zentrale abgewickelt werden, erfolgt nicht.
TERMINE ERST IN ZWEI MONATEN
Arzu Alaç, die im Voraus für Leistungen in einem Dilan-Polat-Schönheitszentrum bezahlt hat, sagte: "Ich habe einen Teil der Behandlung im Wert von 20 Tausend Lira in Anspruch genommen. Nach den Verhaftungen gab es jedoch Probleme mit meinen restlichen Behandlungen. Sie geben mir Termine für in zwei Monaten."
Eine weitere Kundin, Selma Cankatan, erklärte: "Sie sagen, es gäbe ein Produktproblem für die Behandlung, die ich vereinbart habe. Es werde aus dem Ausland importiert. Wann es ankommt, ist unklar. Ich werde vor Gericht gehen."
RECHT AUF KLAGEERHEBUNG
Die Anwältin Semin Temizöz wies darauf hin, dass Betroffene das Recht haben, Klage einzureichen, und erklärte: "Da diese Betriebe als Franchise geführt werden, sind sie nicht Teil der Ermittlungen gegen Polat. Das bedeutet, sie sind verpflichtet, ihre Dienstleistungen fortzusetzen."
Sie seien insbesondere dazu verpflichtet, bereits im Voraus bezahlte Behandlungen abzuschließen. Das Imageproblem der Marke betreffe die Kunden nicht. Die zugesagte Dienstleistung müsse erbracht werden. Andernfalls könne der Verbraucher den Fall vor Gericht bringen. Letztendlich seien die Betriebe weiterhin in Betrieb, so Temizöz.
'SIE VERKAUFEN DIE GERÄTE'
Neben den Kundenbeschwerden beklagen sich auch die Unternehmer, die ein Franchise von Dilan Polat erworben haben, über die aktuelle Situation. Ein Inhaber einer Franchise-Filiale, der anonym bleiben möchte, sagte: "Wir haben sehr große Investitionen getätigt. Wir leiden sowohl unter Kunden- als auch unter Imageverlust. Nachdem der Vorfall in die Presse gelangte, ist unser Kundenaufkommen massiv eingebrochen. Einige unserer Mitarbeiter haben gekündigt. Wir finden keinen Ansprechpartner für dieses Thema. Einige Kollegen überlegen, die Filiale zu schließen oder die Marke zu wechseln. Andere wiederum geben den Beruf auf, indem sie den Betrieb übertragen oder ihre Geräte verkaufen."