Mark Ruffalo: Palästinensern wurde die Wahl gelassen, 'zu Hause zu sterben'

Der weltberühmte Schauspieler Mark Ruffalo kritisierte die israelische Bodenoffensive in Rafah und erklärte, den Palästinensern werde die Wahl gelassen, 'entweder in der Wüste oder in ihren Häusern zu sterben'.

AA

Der US-amerikanische Schauspieler Mark Ruffalo teilte über seinen X-Account eine Erklärung des Sprechers des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF), James Elder, bezüglich der unter israelischen Angriffen stehenden Gaza-Stadt Rafah.

In seinem Beitrag wies Ruffalo darauf hin, dass die Kinder in Gaza und die Menschen in Rafah dringend Hilfe benötigen, und merkte an, dass die Menschen in Rafah in 'Konzentrationslager' geschickt würden, in denen sie Vernachlässigung und Unterdrückung ausgesetzt seien.

Ruffalo äußerte: "Die Wahl, die den Palästinensern heute gelassen wird, ist: 'Sterbt in der Wüste oder in eurem Zuhause'."

Die israelische Armee gab gestern Morgen bekannt, dass sie eine Bodenoffensive auf die Region Rafah gestartet und die palästinensische Seite des Grenzübergangs Rafah, der Gaza mit Ägypten verbindet, eingenommen habe.

'WIR BRAUCHEN EINEN WAFFENSTILLSTAND'

Nach dieser Ankündigung sagte UNICEF-Sprecher James Elder: "Wir brauchen jetzt einen Waffenstillstand für die Kinder in Rafah."

Elder betonte, dass Rafah eine 'Stadt der Kinder' sei und mehr als die Hälfte der Kinder in Gaza dort lebe.

Der UNICEF-Sprecher Elder wies darauf hin, dass der grundlegende Lebensstandard in Rafah katastrophal sei, und erklärte: "In Rafah kommt eine Toilette auf 850 Menschen. Wenn der Grenzübergang Rafah für längere Zeit geschlossen bleibt, ist es schwer zu sehen, wie eine Hungersnot in Gaza verhindert werden kann."

Elder betonte, dass große Mengen an Hilfsgütern nach Gaza gelangen müssten, und sagte: "Rafah darf nicht besetzt werden, es dürfen keine Kinder mehr getötet werden. Wir brauchen jetzt einen Waffenstillstand für die Kinder in Rafah."