Palästinensischer Roter Halbmond: Hind Rajab und Rettungsteam tot aufgefunden

Von der 6-jährigen Hind, die in einem Fahrzeug im Gazastreifen festsaß, das von israelischen Streitkräften ins Visier genommen wurde, sowie von dem Rettungsteam des Roten Halbmonds, das zu ihrer Bergung entsandt worden war, fehlte seit Tagen jede Spur. Der Palästinensische Rote Halbmond gab heute bekannt, dass die leblosen Körper der 6-jährigen Hind sowie der zwei Rettungskräfte, die zu ihrer Rettung aufgebrochen waren, gefunden wurden.

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Im Gazastreifen waren die 6-jährige Hind Rajab, die am 29. Januar gemeinsam mit ihrem Onkel, ihrer Tante und fünf Cousins vor dem Bombardement geflohen war, sowie zwei Rettungssanitäter, die vom Palästinensischen Roten Halbmond nach einem Telefonkontakt mit dem Handy des Onkels zur Rettung entsandt wurden, seit 12 Tagen vermisst.

Die leblosen Körper der sechsjährigen Hind sowie der beiden Rettungskräfte Yusuf Zeino und Ahmed Al-Madhoun wurden heute gefunden.

'RUHE IN FRIEDEN'

Der Palästinensische Rote Halbmond hatte bereits in den frühen Morgenstunden mitgeteilt, dass die Leichen der Einsatzkräfte gefunden wurden. In einer späteren Erklärung hieß es: "Nachdem Hind stundenlang mit verzweifelter und verängstigter Stimme unsere Teams angefleht hatte: 'Kommt und holt mich ab', ist sie auf tragische Weise allein verstorben. Ruhe in Frieden, Hind, sowie die humanitären Helden Yusuf und Ahmed."

WAS WAR GESCHEHEN?

In einer schriftlichen Erklärung des Palästinensischen Roten Halbmonds über soziale Medien war zuvor mitgeteilt worden, dass seit 12 Tagen kein Kontakt mehr zu der 6-jährigen Hind Rajab und dem Rettungsteam, das zu ihrer Bergung aufgebrochen war, bestand.

In der Erklärung wurde die internationale Gemeinschaft dazu aufgerufen, "Druck auf Israel auszuüben, um das Schicksal des 6-jährigen Mädchens und des Teams des Palästinensischen Roten Halbmonds aufzuklären".

Der Palästinensische Rote Halbmond hatte zudem mitgeteilt, dass die 15-jährige Leyan Hamade, die nach dem Angriff israelischer Streitkräfte auf das Fahrzeug ihrer Familie im Gazastreifen telefonisch um Hilfe gebeten hatte, am 29. Januar angegriffen wurde, und hatte die entsprechende Tonaufnahme veröffentlicht.

Es wurde berichtet, dass die 15-jährige Palästinenserin Leyan vor ihrem Tod gesagt hatte: "Onkel, sie schießen auf uns, ein Panzer ist neben uns, wir sitzen im Auto fest."

Nach dem Telefonat sei Leyan verstorben, während die 6-jährige Hind Rajab, die sich im selben Fahrzeug befand, weiterhin im Auto festsaß.

In der Erklärung wurde zudem darauf hingewiesen, dass israelische Streitkräfte dem Krankenwagen und dem medizinischen Team, das zur Rettung von Hind entsandt worden war, die Durchfahrt verweigert hatten.