Performancekünstler Wolfgang Flatz bot seine Haut zum Verkauf an: Alle Stücke verkauft

Der österreichische Performancekünstler Wolfgang Flatz bot tätowierte Hautstücke seines Körpers noch zu Lebzeiten zum Verkauf an. Die für den 8. Februar geplante Auktion wurde abgesagt, da alle 12 Hautstücke von einem Sammler erworben wurden.

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Es wurde erklärt, dass die Hautstücke des Künstlers nach dem Tod von Wolfgang Flatz an den Sammler übergeben werden.

Ein verbleibendes Stück der tätowierten Haut wird dem Sohn des Künstlers übergeben.

Einige der Tätowierungen enthalten den Namen des Künstlers in kyrillischer Schrift sowie das Zitat des römischen Philosophen Cicero: "Dum spiro spero" (Solange ich atme, hoffe ich).

AUSSTELLUNG BIS MAI 2024

Eine Retrospektive mit Werken von Flatz wird bis Mai 2024 im Museum in München ausgestellt.

Das erste Werk, das im Rahmen der Retrospektive ausgestellt wurde, ist die Arbeit "Something Wrong with Physical Sculpture", die Besuchern die Möglichkeit bot, Dartpfeile auf den Körper von Flatz zu werfen.

EIN TEIL DES ERLÖSES GEHT AN EINE STIFTUNG

Wie The Art Newspaper berichtet, wird ein nicht genannter Teil des Verkaufserlöses an die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen des Museums sowie an die von dem Künstler zur Förderung des "künstlerischen Ausdrucks" gegründete Flatz-Stiftung gespendet.

Der Verkauf wirft einige ethische und rechtliche Fragen im Zusammenhang mit der Produktion, Ausstellung und dem Verkauf von avantgardistischen Kunstwerken auf, insbesondere im Hinblick auf den Wiener Aktionismus (der die 1960er und 1970er Jahre umfasst), mit dem Flatz ebenfalls in Verbindung gebracht wird.

Die Juristin Xisca Borràs kommentierte das Thema mit den Worten: "Es wird ethische und kulturelle Bedenken hinsichtlich des Verkaufs von menschlichem Gewebe und Haut, die ein Organ darstellt, geben."