Psychologen über 'Ghosting': Zum Selbstschutz kann man jemanden 'ghosten'

Psychologen weisen darauf hin, dass Ghosting in Fällen von Missbrauch, Belästigung oder Gefahr akzeptabel ist. Diese Methode kann insbesondere gegenüber Personen angewendet werden, die unerwünschte anzügliche Inhalte senden oder die Privatsphäre nicht respektieren. Es wird jedoch betont, dass Ghosting außerhalb solcher Situationen keine gesunde Lösung darstellt und es richtiger wäre, Probleme durch Kommunikation zu klären.

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Psychologen haben Situationen erläutert, in denen Ghosting keine Probleme verursacht. 

Der Begriff Ghosting beschreibt Situationen, in denen eine Person plötzlich jegliche Kommunikation mit ihrem Partner oder Freund abbricht, ohne eine sichtbare Warnung oder Begründung zu geben.

Laut einem Bericht von Independent Türkçe erklärt die Psychologin Jennice Vilhauer gegenüber dem US-Medienhaus CNN, dass der Vorfall dadurch, dass die Person nicht explizit zurückgewiesen wird, als noch belastender empfunden wird.

Die Expertin stellt fest, dass Ghosting in Fällen von Missbrauch, Belästigung und Gefahr ein akzeptables Verhalten sei. Sie fügt hinzu, dass diese Methode auch dann angewendet werden könne, wenn die andere Person ungefragt anzügliche Fotos sende oder die Privatsphäre nicht respektiere.

Vilhauer weist darauf hin, dass Ghosting in Situationen, in denen solche Verhaltensweisen nicht vorliegen, keine gute Option sei, und betont, dass man nicht auf Kommunikation verzichten sollte, um auftretende Probleme zu lösen. 

Auch Gili Freedman vom St. Mary's College of Maryland in den USA erklärt, dass Ghosting durch unterschiedliche Beziehungserfahrungen geprägt sein könne, und fügt hinzu: 

'ZUM SELBSTSCHUTZ KÖNNEN SIE AUF GHOSTING ZURÜCKGREIFEN'

Manchmal haben Menschen bereits versucht, jemanden zurückzuweisen, und daraufhin eine wirklich wütende und aggressive Reaktion erhalten. Deshalb greifen sie möglicherweise zum Selbstschutz auf Ghosting zurück.

Andererseits rät Rich Slatcher von der University of Georgia, sich nicht zu sehr den Kopf darüber zu zerbrechen, wenn man selbst geghostet wurde. 

Der Psychologe erklärt, dass Ghosting zwar Trauer auslösen könne, dies jedoch durch Alternativen wie Sport, Musikhören und das Nachgehen anderer Hobbys gesund bewältigt werden könne.