Das Risiko durch privaten Waffenbesitz steigt! Frauen und Kinder sind bedroht...
In der Türkei, insbesondere in Istanbul, nehmen die Gewaltkultur und der damit verbundene private Waffenbesitz zu. Jedes Jahr werden Dutzende Bürger Opfer von Schüssen durch Unbekannte, was bei vielen weiteren Menschen zu Tod und Verletzungen führt.
Melik Çelik
Melik ÇELİK- 12punto.com.tr
Am Sonntag, dem 29. Oktober, wurden gegen 23:00 Uhr im Istanbuler Stadtteil Fatih, im Viertel Zeyrek, in der Tezgahçılar- und der Refah-Straße, von vier unbekannten Personen 10 bis 15 Schüsse abgegeben. Die Schützen, die wahllos ihre Waffen abfeuerten, versetzten die Bürger in Angst und Schrecken.
Zwei Kugeln trafen ein Kaffeehaus in der Refah-Straße; dass niemand getroffen wurde, bezeichneten Augenzeugen als ein Wunder.
In der Tezgahçılar-Straße trafen fünf Kugeln ein Kebab-Restaurant. Der Besitzer gab an, dass das Geschäft zum Zeitpunkt des Vorfalls geschlossen war. Er merkte an, dass es für sie ein Wunder sei, dass sie zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht vor Ort waren.
Die Polizei, die den Tatort untersuchte, nahm die Aussagen von Augenzeugen auf. Während die Sicherheitskräfte die Aufnahmen der Überwachungskameras auswerten, laufen die Fahndungsmaßnahmen nach den Tätern weiter.
WAFFENBESITZ UM 100 PROZENT GESTIEGEN
Nach Daten des Generalkommandos der Jandarma stieg die Zahl der Waffenscheinerteilungen zwischen 2018 und 2021 um über 100 Prozent. Während im Jahr 2018 noch 7.630 Personen eine Waffenbesitzkarte erhielten, stieg diese Zahl im Jahr 2021 auf 16.056 Personen an.
GROSSE GEFAHR FÜR FRAUEN UND KINDER
Während der private Waffenbesitz alle Bürger negativ beeinflusst, sind vor allem Kinder und Frauen bedroht. Nach Daten des Justizministeriums stieg die Rate der Kinder, die im Jahr 2022 in kriminelle Handlungen verwickelt wurden, im Vergleich zum Vorjahr um 131 Prozent.
FRAUENMORDE
Da die meisten Frauenmorde in der Türkei mit Schusswaffen begangen werden, stellt der private Waffenbesitz in der Gesellschaft eine große Gefahr für Frauen und Kinder dar. Zudem mussten sich im Jahr 2022 Tausende Kinder als Angeklagte vor Gericht verantworten, weil sie Waffen besaßen.