Saudi-Arabien: Roboterfrau Sara darf nicht über Sex und Politik sprechen

Das Roboterpaar Mohammed und Sara, das Anfang des Monats in Saudi-Arabien vorgestellt wurde, sorgt weltweit für Schlagzeilen – nicht nur wegen der Belästigung einer Moderatorin durch Mohammed, sondern auch wegen des Sprechverbots für Sara.

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Saudi-Arabien hat Anfang des Monats das Roboterpaar Mohammed und Sara vorgestellt, das weiterhin das Interesse der Weltpresse auf sich zieht. Nachdem Mohammed während der Präsentation eine Moderatorin belästigt hatte, sorgt nun das für Sara geltende Sprechverbot für Gesprächsstoff.

Wie die Zeitung Sözcü berichtet, erklärte Elie Metri, CEO der in Riad ansässigen Firma QSS AI & Robots, dass Sara so programmiert sei, dass sie Gespräche über Sex oder Politik ablehne. In dem Land ist die offene Diskussion beider Themen für saudische Frauen nach der Scharia rechtswidrig.

SIE MUSS HÖFLICH SEIN...

Sara weiß, dass sie eine Frau ist, sie ist 25 Jahre alt, 1,62 Meter groß und trägt saudische Kleidung. Sie muss höflich sein, darf nicht über Politik sprechen und nicht über Sex reden.

Obwohl es in den letzten Jahren Bestrebungen zur Modernisierung der saudischen Gesellschaft gab, basiert das Rechtssystem Saudi-Arabiens weiterhin auf der Scharia.

Sara, die eine traditionelle saudische Abaya trägt, ist der erste humanoide Roboter, der in Saudi-Arabien und vermutlich im gesamten Nahen Osten entworfen und hergestellt wurde. Sie spricht sowohl Arabisch als auch Englisch.

Metri sagte, Sara habe nach ihren Auftritten auf verschiedenen Technologiemessen Aufmerksamkeit erregt und die Fortschritte Saudi-Arabiens im Bereich Robotik und künstliche Intelligenz wirksam hervorgehoben.