Selda Bağcan kritisiert Regierung zum Tag der Republik: 'Versöhnen Sie sich endlich mit der Republik'
Die renommierte Künstlerin Selda Bağcan erklärte, die Regierung wolle die Begeisterung zum 100. Jubiläum dämpfen, und betonte: „Das werden sie nicht schaffen. Die Republik wird ewig bestehen.“
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Selda Bağcan, die in die Liste der „lebenden legendären Sängerinnen“ des Time-Magazins aufgenommen wurde und mit ihrer 52-jährigen künstlerischen Laufbahn weltweite Anerkennung genießt, äußerte sich anlässlich des 100. Jahrestages der Republik.
„EIN TEIL DER GESELLSCHAFT IST LEIDER FEINDLICH GEGENÜBER DER REPUBLIK EINGESTELLT“
In einem Interview mit Sözcü sagte Bağcan: „Ich war sehr aufgeregt, aber diese Regierung versucht, unsere Begeisterung zu dämpfen. Ich kann nicht glauben, was da passiert. TRT sagt die Feierlichkeiten ab. Wie beschämend ist das denn. Am 28. Oktober wollen sie eine Solidaritätskundgebung für Palästina abhalten. Warum halten Sie die gleiche Kundgebung nicht am 29. ab? Feiern Sie auch die Republik. Es gibt kein Hindernis. Ein Teil der Gesellschaft ist leider feindlich gegenüber der Republik eingestellt. Auf welchem Boden sind Sie aufgewachsen, mit welcher Feindseligkeit? Versöhnen Sie sich endlich mit der Republik. Flüsse fließen nicht rückwärts. Dieser Fluss hat seinen Lauf genommen. Wenn die Republik ein Fluss ist, wird sie immer vorwärts fließen. Unsere Begeisterung wird nicht erlöschen, sie wird nicht aufhören. Die Republik wird ewig bestehen.“
„WENN ICH AN ATATÜRK DENKE, MUSS ICH WEINEN“
Selda Bağcan, die sagte: „Atatürk hat eine laizistische Türkei geschaffen, und diese Leute können das nicht verdauen“, fuhr wie folgt fort:
„Die Republik ist alles. Sie ist der Grund für unsere heutige Existenz. Schauen Sie sich meinen Großvater und seine 5 Brüder an. Sechs Männer einer Familie sind in Çanakkale gefallen. Alle männlichen Mitglieder der Familie sind als Märtyrer gefallen. Ich bin ein Enkelkind der dritten Generation. Wer könnte so aufgeregt sein wie ich für die Republik? Meine Familie hat ihren Teil zur Befreiung dieses Landes beigetragen. Wir verdanken ihr alles, diese Republik ist der Grund für unsere Existenz. Wenn ich an Atatürk denke, weine ich jeden 10. November.“