Sertab Erener zur Tierschutzgesetz-Debatte: Es bricht mir das Herz

Die Sängerin Sertab Erener hat sich zum Gesetzesentwurf der AKP bezüglich der Straßentiere geäußert. Erener bezeichnete das geplante Gesetz als Völkermord und betonte, dass die Tierheime unzureichend seien.

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Vor einem Konzert äußerte sich Erener zu dem im Parlament eingebrachten Gesetzesentwurf, der die Euthanasie von Straßentieren vorsieht.

Erener sagte dazu:

„Lasst uns alles in unserer Macht Stehende tun, denn die Verantwortung für diese Tat wird auf ihren Schultern lasten. Wir können so etwas nicht ertragen, und die Erde kann es erst recht nicht ertragen. Wir haben bereits so viel Leid, wir sollten nicht noch mehr hinzufügen.

Bitte adoptieren wir die Tiere. Wir müssen uns als Individuen unserer sozialen Verantwortung bewusst sein. Dieses Gesetz wird nicht funktionieren, es erwartet uns ein großes Chaos. Schlaflose Nächte stehen uns bevor. Bitte erheben auch Sie Ihre Stimme.“

In Beantwortung der Fragen von Magazin Burada sagte Erener: 'Ich appelliere an unseren Präsidenten: Bitte lassen Sie dieses Gesetz nicht verabschieden, ziehen Sie es zurück. Aus diesem Gesetz wird nichts Gutes hervorgehen. Meiner Meinung nach ist das ein Völkermord.'

STELLUNGNAHME ZU DEN IM KRIEG GETÖTETEN KINDERN

Neben diesem Thema sprach Erener auch über die aktuellen Kriege und die getöteten Kinder.

Sertab Erener ging auf die Dramen in vielen Teilen der Welt ein und sagte:

"Das Gewissen der Menschen und ihre Sicht auf das Leben sind so unterschiedlich; was in Gaza und in der Ukraine geschieht, ist so schrecklich. Das sind Anzeichen für unsere Herzlosigkeit. Ich glaube nicht mehr an die Menschen, ich bin jemand geworden, der die Menschen nicht mehr mag. Wir entwickeln uns nicht zum Guten. Ich habe Respekt vor dem Glauben, aber wenn bestimmte Dinge fehlen, kommen wir allein mit dem Glauben nicht weiter. Deshalb sage ich: Bildung, und sonst nichts."