The Rio Cinema gibt bekannt: Eurovision-Finale in London wegen Israel abgesagt
Das Rio Cinema in London, das seit Jahren das Finale des Eurovision Song Contest überträgt, hat angekündigt, dass das diesjährige Public Viewing aufgrund der Teilnahme Israels nicht stattfinden wird. Noel Curran, Generaldirektor der Europäischen Rundfunkunion (EBU), dem Veranstalter des Eurovision Song Contest, erklärte: „Dies ist kein Wettbewerb zwischen Regierungen.“
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Das Rio Cinema teilte über seinen X-Account mit: „Nach Rücksprache mit den Organisatoren haben wir beschlossen, das Public Viewing zum großen Finale des Eurovision Song Contest nicht durchzuführen, da Israel am Wettbewerb teilnimmt.“
In der Erklärung wurde betont, dass der Wettbewerb die Kraft habe, Menschen zusammenzubringen, und grundlegende Werte wie Gleichheit, Universalität und Inklusion unterstütze. Weiter hieß es: „Wir werden weiterhin Spendenaktionen für Organisationen organisieren, die wir unterstützen, wie etwa Ärzte ohne Grenzen und Medical Aid for Palestinians.“
Noel Curran, Generaldirektor der Europäischen Rundfunkunion (EBU), dem Veranstalter des Eurovision Song Contest, äußerte sich gegenüber dem US-Magazin Variety zur Entscheidung des Rio Cinema.
„KEIN WETTBEWERB ZWISCHEN REGIERUNGEN“
Curran betonte, dass der Eurovision Song Contest ein unpolitischer Musikwettbewerb sei und sagte: „Dies ist kein Wettbewerb zwischen Regierungen. Wir sind uns bewusst, dass viele Stimmen dazu aufgerufen haben, Israel vom diesjährigen Wettbewerb auszuschließen, so wie wir den russischen Rundfunk nach der Invasion der Ukraine im Jahr 2022 ausgeschlossen haben.“
„Vergleiche zwischen Kriegen und Konflikten anzustellen, ist sehr komplex, schwierig und nicht die Aufgabe von Organisationen wie unserer, die nicht politisch sind“, so Curran, der hinzufügte, dass man sich weiterhin dafür einsetzen werde, den Eurovision Song Contest als unpolitische Veranstaltung zu bewahren.
Zuvor hatten 400 prominente Persönlichkeiten und Branchenvertreter einen Brief an die EBU geschrieben, in dem sie den Ausschluss Israels vom diesjährigen Wettbewerb im schwedischen Malmö forderten.