Titanenwurz wieder in London: Blüte der Leichenblume löst Besucheransturm aus
Die Kew Gardens in London waren Schauplatz eines seltenen und faszinierenden Naturereignisses. Die für ihren beißenden Geruch bekannte „Leichenblume“ hat nach langer Zeit wieder geblüht.
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Der Botanische Garten Kew Gardens in der britischen Hauptstadt wurde zum Anziehungspunkt für Besucher, nachdem die Titanenwurz (Amorphophallus titanum), eine der größten und seltensten Blumen der Welt, erneut geblüht hat. Diese riesige Pflanze, die ursprünglich aus den Regenwäldern Indonesiens stammt, ist im Volksmund als „Leichenblume“ bekannt. Ihr markantestes Merkmal ist der intensive und beißende Geruch, der an verwesendes Fleisch erinnert.
Hunderte Menschen, die von der Blüte erfuhren, bildeten Schlangen vor den Gewächshäusern des botanischen Gartens. Besucher beschrieben den eigentümlichen Geruch der Pflanze mit verschiedenen Vergleichen wie „schmutzige Socken“ oder „Hundeatem“. Für manche steigerte dieser unangenehme Geruch das Interesse sogar noch, anstatt es zu mindern; niemand wollte dieses außergewöhnliche Erlebnis verpassen.
Wissenschaftler erklären, dass sich der intensive Geruch der Titanenwurz entwickelt hat, um bestäubende Insekten in der Natur anzulocken. Daher spielt der von der Blume verströmte Duft eine Schlüsselrolle in der Fortpflanzungsstrategie der Pflanze. Dass der Blühprozess zudem sehr kurz ist, sorgte unter Pflanzenliebhabern für zusätzliche Aufregung. Die riesige Blüte bleibt etwa 48 Stunden geöffnet und beginnt danach schnell zu welken.
Der Chemieingenieur Joe Frewin, der seine Eindrücke während des Ereignisses teilte, erklärte, dass die Pflanze viel imposanter sei, als er erwartet hatte, und der Geruch nicht so störend sei, wie er gedacht habe.
Da die Titanenwurz nur einmal im Jahr oder manchmal in noch längeren Abständen blüht, wird jede Blütezeit sowohl in der wissenschaftlichen Gemeinschaft als auch bei Naturliebhabern mit großem Interesse verfolgt.