Vorsicht beim Süßigkeitenkonsum im Ramadan! Empfehlungen vom Experten

Im Ramadan steigt das Verlangen nach Süßem. Experten raten dazu, dieses Bedürfnis mit Desserts zu stillen, die aus Obst, Honig, Melasse und Trockenfrüchten hergestellt werden. Sirupreiche Süßspeisen wie Baklava oder Kadayıf sollten hingegen nur in Maßen verzehrt werden.

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Ernährungsberater Serkan Aksoy äußerte sich warnend zum Süßigkeitenkonsum während des Ramadan.

Aksoy erläuterte, warum das Verlangen nach Süßem zunimmt: „Im Ramadan steigt das Bedürfnis nach Süßigkeiten. Aufgrund der langen Fastenzeit am Tag sinkt der Plasmaglukosespiegel, was das Verlangen nach Süßem verstärkt. Da zudem über den Tag hinweg nicht ausreichend Kohlenhydrate aufgenommen werden, bleibt das Gehirn von Glukose, seiner einzigen Energiequelle, beraubt. Infolgedessen entsteht ein stärkeres Verlangen nach Süßem, das als schnellste Energiequelle gilt, als zu normalen Zeiten“, sagte er.

STILLEN SIE DAS VERLANGEN NACH SÜSSEM AUF NATÜRLICHE WEISE

Laut einem Bericht von T24 betonte Aksoy, worauf man für eine gesunde Ernährung beim Süßigkeitenkonsum achten sollte: „Man darf nicht vergessen, dass der Konsum von Weißmehl, weißem Zucker und einfachen Kohlenhydraten, die als vorverdaut gelten, langfristig zu Komplikationen im Organismus führen kann. Der richtige Weg ist es, das Verlangen nach Süßem mit Desserts zu stillen, die aus Obst, Honig, Melasse und Trockenfrüchten hergestellt werden. Da Heißhungerattacken auf Süßes gewohnheitsmäßig in direktem Zusammenhang mit der Essfrequenz stehen, sollte man bei Süßspeisen auf die Inhaltsstoffe achten.Um einen schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels zu verhindern, sollte man insbesondere bei Desserts auf milchbasierte Varianten zurückgreifen, da diese einen höheren Protein- und Fettgehalt aufweisen. Ich kann zudem empfehlen, Süßspeisen zusammen mit Schalenfrüchten wie Walnüssen, Haselnüssen, Mandeln oder Pistazien zu verzehren“, erklärte er.

Aksoy wies darauf hin, dass das Bedürfnis nach Süßem auch durch Obst gedeckt werden kann: „Um nicht nach dem Essen ständig vor dem Kühlschrank zu stehen und das Verlangen nach Süßem zu reduzieren, können nach der Mahlzeit Früchte wie getrocknete Maulbeeren, Datteln oder getrocknete Aprikosen verzehrt werden. Wenn das Bedürfnis weiterhin besteht, gehören Desserts aus Obst und Milch, die kurz vor dem Abkühlen mit Honig gesüßt werden, zu den Optionen. Sie werden feststellen, dass Ihr Verlangen nach Süßem an Tagen, an denen Sie Obst essen, unterdrückt wird. Zudem sollte man wissen, dass auch bei allen gesunden Lebensmitteln kein unbegrenzter Konsum möglich ist und die Mengenregulierung selbst bei gesunden Nahrungsmitteln sehr wertvoll ist“, so Aksoy.

WER NICHT FASTEN SOLLTE

Aksoy erläuterte auch die Situationen, in denen vom Fasten abgeraten wird: „Insbesondere Personen, die kürzlich operiert wurden, werdende Mütter, stillende Mütter sowie Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen sollten nicht fasten. Darüber hinaus empfehlen wir Personen mit chronischen Krankheiten oder gesundheitlichen Problemen, vor dem Fasten ihren Arzt zu konsultieren“, sagte er.