Was ist Schwindel? Wie wird er behandelt?
Schwindel ist ein Gefühl, bei dem Sie das Empfinden haben, dass Sie oder die Objekte in Ihrer Umgebung sich drehen. Dieser Zustand kann häufig mit Übelkeit, Erbrechen und Gleichgewichtsverlust einhergehen.
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Was sind die Ursachen für Schwindel?
Schwindel wird hauptsächlich durch Erkrankungen des zentralen Nervensystems und des Innenohrs verursacht. Der benigne paroxysmale Lagerungsschwindel (BPPV) ist die häufigste Form von Schwindel. Bei dieser Art von Schwindel treten heftige Drehschwindelattacken auf, die 15 Sekunden bis einige Minuten dauern und meist auf eine Kopfbewegung folgen. Er kann durch das Vor- oder Zurückbeugen des Kopfes oder durch Umdrehen im Bett ausgelöst werden. Er tritt meist bei älteren Menschen auf. Atemwegserkrankungen und eine verminderte Durchblutung des Kopfbereichs können zu diesem Zustand führen. Obwohl die Symptome unangenehm sind, ist BPPV eine gutartige Erkrankung. Sie erfordert in der Regel keine Behandlung. Schwindel sollte nicht mit klassischen Kopfschmerzen oder Depressionen verwechselt werden.
Schwindel kann durch eine Entzündung des Innenohrs entstehen, die als Labyrinthitis oder Vestibularisneuritis bezeichnet wird. Die Auslöser sind meist Viren. Zu den häufigsten Erregern zählen Grippe-, Masern-, Röteln-, Herpes-, Mumps-, Polio-, Hepatitis- und EBV-Viren. Zusammen mit dem Schwindel kann auch ein Hörverlust auftreten.
Eine weitere Erkrankung, bei der Schwindel auftritt, ist die Menière-Krankheit. Bei der Menière-Krankheit treten neben Schwindelsymptomen auch Tinnitus und Hörverlust auf. Die Menière-Krankheit verläuft in Schüben mit dazwischenliegenden Ruhephasen. Obwohl die genaue Ursache der Krankheit nicht bekannt ist, werden Kopfverletzungen, Viren, Vererbung und Allergien als mögliche Ursachen genannt.
Das Akustikusneurinom ist eine Art Tumor des Nervengewebes im Innenohr. Zusammen mit Schwindel treten Tinnitus und Hörverlust auf.
Schwindel kann auch durch einen Verschluss der Hirngefäße oder eine Hirnblutung entstehen. Eine weitere Erkrankung, bei der Schwindel auftritt, ist Multiple Sklerose (MS).
Nach Kopfverletzungen und Nackenverletzungen kann Schwindel auftreten. Diabetes, niedriger Blutzucker, Angstzustände und Panikstörungen sind weitere Ursachen für Schwindel.
Was sind die Symptome von Schwindel?
Bei Schwindel hat die Person das Gefühl, dass sie selbst oder ihre Umgebung sich dreht. Schwindel kann von Übelkeit, Erbrechen, abnormalen Augenbewegungen und Schwitzen begleitet werden. Hörverlust und Tinnitus können auftreten. Sehstörungen, Schwierigkeiten beim Gehen und Bewusstseinsveränderungen können das Krankheitsbild begleiten. Die mit dem Schwindel einhergehenden Probleme variieren je nach der Grunderkrankung, die den Schwindel verursacht.
Wie erfolgt die Behandlung von Schwindel?
Die Behandlung von Schwindel erfolgt je nach der zugrunde liegenden Erkrankung. Bei einer Mittelohrentzündung werden Antibiotika eingesetzt. Wenn eine Infektion im Ohr nicht abheilt, kann eine chirurgische Behandlung erforderlich sein. Bei der Menière-Krankheit erhalten Patienten eine salzarme Diät und harntreibende Medikamente. Beim benignen paroxysmalen Lagerungsschwindel (BPPV) klingt die Krankheit nach einigen Wochen oder Monaten von selbst ab. In diesem Fall können Ärzte bestimmte Lagerungsmanöver durchführen. Bei Patienten, bei denen keine Besserung eintritt, kann in seltenen Fällen eine Operation am Innenohr in Betracht gezogen werden. Patienten mit BPPV sollten plötzliche Kopfbewegungen vermeiden, sich viel ausruhen und viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Sie sollten Arbeiten in der Höhe und die Bedienung gefährlicher Geräte vermeiden. Auch Physiotherapie wird bei der Behandlung von Schwindel eingesetzt. Während der Schwindelbehandlung ist es notwendig, auf Koffein, Tabak und Alkohol zu verzichten.
Quelle: Medical Park