Wirtschaftskrise trifft Serienmarkt: Diesen Sommer werden keine Sommer-Serien produziert
Die landesweite Wirtschaftskrise hat auch den Serienmarkt erreicht. Wie bekannt wurde, werden in diesem Sommer keine sogenannten 'Sommer-Serien' produziert.
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Nach den USA ist die Türkei das Land, das weltweit die meisten Serien verkauft. Der dortige Serienmarkt ist nun jedoch stark von den steigenden Kosten betroffen.
Wie die Journalistin Birsen Altuntaş berichtet, sind die Produktionskosten – einschließlich Gagen für Schauspieler, Drehbuchautoren, Regisseure und technisches Personal – wie in allen anderen Bereichen des Landes um das Zehnfache gestiegen.
Im Gegensatz dazu sind die Werbeeinnahmen nicht im gleichen Maße gestiegen, was durch die langen Laufzeiten der Serien (120 Minuten) und die Notwendigkeit, mit zwei Teams zu drehen, zusätzlich erschwert wird. Dies hat dazu geführt, dass in diesem Jahr besonders viele Serien vorzeitig eingestellt wurden.
Da die Serien während ihrer Ausstrahlung nicht genügend Werbeeinnahmen generieren, um ihre Kosten zu decken, beenden die Sender die Produktionen schneller, sofern keine Garantie für einen Verkauf ins Ausland vorliegt. Diese finanzielle Gesamtlage hat nun auch die Vorbereitungen für die Sommer-Serien beeinträchtigt.
Aktuellen Berichten zufolge haben ARC Film und D Media ihre geplanten Sommer-Serienprojekte aufgrund der gestiegenen Kosten in letzter Minute abgesagt. Sollte es keine neuen Entwicklungen geben, wird in diesem Jahr keine einzige Sommer-Serie produziert.
Unterdessen wird prognostiziert, dass die Wirtschaftskrise auch die Anzahl der Serien in der Herbstsaison reduzieren wird. Es wird erwartet, dass das Konzept von sieben Serien an sieben Tagen aufgegeben wird und die Sender insgesamt weniger Serien ausstrahlen werden.