Antiker 'Krebs-Amulett-Anhänger' entdeckt

Bei Ausgrabungen in der antiken Stadt Pisidia Antiocheia im Bezirk Yalvaç in Isparta wurde ein Amulett-Anhänger aus dem 4. Jahrhundert nach Christus gefunden, der vermutlich als Heilmittel gegen Krebs angefertigt wurde.

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Der Grabungsleiter Prof. Dr. Mehmet Özhanlı erklärte gegenüber Journalisten, dass der Anhänger bei Ausgrabungen in der Umgebung der Kirche auf dem Aedilicus-Hügel in der antiken Stadt gefunden wurde.

Özhanlı teilte mit, dass die Untersuchungen des Amulett-Anhängers ergeben hätten, dass er als Schutz gegen Krebserkrankungen angefertigt wurde. Er fügte hinzu: "Die Daten, die nach den Arbeiten an dem Amulett gewonnen wurden – einem der einzigartigsten Fundstücke, die bisher bei den Ausgrabungen in Antiocheia entdeckt wurden –, haben die Bedeutung des Fundes noch weiter erhöht."

Özhanlı erklärte, dass der Anhänger ein Licht auf die Ursprünge des Wissens über Krebs in der Antike werfe, und führte weiter aus:

"Auf der einen Seite des Anhängers, den ein Vater für seine erkrankte Tochter anfertigen ließ und ihr als Amulett um den Hals hängte, damit sie gesund wird, befindet sich ein Krebs, auf der anderen Seite stehen Worte, die zur Heilung von dieser Krankheit geschrieben wurden. Die Ähnlichkeit des bösartigen Tumors mit einem Krebs ist tatsächlich der Grund für den Namen der Krankheit.

Denn 'karkinos' bedeutet im Griechischen Krebs. Das heute verwendete Wort 'Krebs' leitet seinen Namen ebenfalls von dem griechischen Wort für 'Krebs' ab.

Solche Amulettsteine waren von der hellenistischen Zeit bis zum 4. Jahrhundert nach Christus weit verbreitet. Das in Antiocheia gefundene Exemplar ist das am besten erhaltene und aussagekräftigste Stück mit Bild- und Schriftinhalt, das bisher in Anatolien gefunden wurde."