Betrug mit gefälschten Frauenprofilen in sozialen Medien

Im Rahmen einer Untersuchung gegen eine Bande, die mit gefälschten Frauenprofilen in sozialen Medien betrügerisch agierte, wurden 12 Verdächtige festgenommen.

AA

Eine Person, die sich am 6. Oktober 2023 bei der Bezirksgendarmerie Akyazı meldete, gab an, dass sie bezüglich einer Frau, die sie in den sozialen Medien kennengelernt hatte, von verschiedenen Nummern angerufen wurde. Ihr sei mitgeteilt worden, dass die Person, mit der sie Kontakt hatte, minderjährig sei. Die Verdächtigen, die sich als Mediatoren ausgaben, hätten über WhatsApp Vergleichsdokumente und Krankenhausberichte geschickt und Geld für die Einstellung des Verfahrens gefordert.

Nachdem das Opfer insgesamt 310.670 Lira in sieben Tranchen an diese Personen überwiesen hatte und daraufhin wegen Betrugsverdachts Anzeige bei der Gendarmerie erstattete, leitete das Provinzgendarmeriekommando Ermittlungen wegen „qualifizierten Betrugs“ ein.

Nachdem zunächst acht Verdächtige identifiziert worden waren, wurde davon ausgegangen, dass der Betrug von einer kriminellen Vereinigung begangen wurde. In Koordination mit der Staatsanwaltschaft Akyazı und unter Berücksichtigung des Austauschs mit der MASAK (Finanzkriminalitäts-Untersuchungsrat) wurde eine Finanzdatenanalyse erstellt, in der die kriminellen Hintergründe, HTS-Daten (Verbindungsnachweise), Unterkunftsregister sowie Bankkontobewegungen der Verdächtigen untersucht wurden.

Nachdem die Teams 14 weitere in Verbindung stehende Personen identifiziert hatten, ergaben die Ermittlungen, dass die Tat von 22 Verdächtigen, die bereits mehrfach wegen qualifizierten Betrugs vorbestraft waren, organisiert begangen wurde. Auf den Konten der Verdächtigen wurde in den letzten zwei Jahren eine verdächtige Aktivität von über 500 Millionen Lira festgestellt, bei der es sich vermutlich um Erlöse aus Betrug handelt.

Es stellte sich heraus, dass sich 9 der 22 Mitglieder der kriminellen Vereinigung bereits wegen „qualifizierten Betrugs“ in verschiedenen Gefängnissen in Haft befanden.

Unter Koordination der Generalstaatsanwaltschaft Akyazı führten Teams des Provinzgendarmeriekommandos Operationen an 13 Adressen in Sakarya, Mersin, Izmir, Adana, Hatay und Mardin durch, bei denen 11 Verdächtige gefasst wurden.

Bei den Durchsuchungen wurden 13 Mobiltelefone, ein USB-Stick, ein Computer, eine nicht registrierte Schusswaffe sowie ein gestohlenes Motorrad sichergestellt.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden Ö.T, D.S, Y.D, M.K.A, D.J, M.İ, Y.C.K, S.T, M.E, M.K und H.İ.İ. den Justizbehörden überstellt und inhaftiert.

Unterdessen wurde bekannt, dass B.E., bekannt unter dem Spitznamen „Pablo“, der eine Führungsposition in der Organisation innehatte, am 12. März von Teams des Provinzgendarmeriekommandos Adana gefasst und inhaftiert wurde.

Die Bemühungen zur Ergreifung von B.İ., der als Kopf der Organisation identifiziert wurde und vermutlich mit einer falschen Identität im Ausland lebt, dauern an.