Einer von zwei Verdächtigen nach Falschmeldung über sexuellen Übergriff auf Internatsschülerin inhaftiert
In Mersin wurde einer von zwei Verdächtigen inhaftiert, die beschuldigt werden, über soziale Medien die Falschmeldung verbreitet zu haben, dass eine Schülerin im 'Mersin KYK-Mädcheninternat' gewaltsam in ein Fahrzeug gezerrt und sexuell missbraucht worden sei. Gegen vier weitere Personen wurden Haftbefehle erlassen.
İHA
Den Informationen zufolge wurden vor zwei Tagen über einige Social-Media-Konten Beiträge verbreitet, wonach im KYK-Mädcheninternat im Stadtteil Çiftlikköy des Bezirks Yenişehir 'eine Schülerin gewaltsam in ein Fahrzeug gezerrt und sexuell missbraucht worden sei'.
Aufgrund dieser Beiträge versammelten sich am vorletzten Abend Internatsschülerinnen vor dem Gebäude und führten einen Protestmarsch durch.
Die Polizei leitete daraufhin Ermittlungen ein und stellte fest, dass sich ein solcher Vorfall, wie in den sozialen Medien behauptet, nicht ereignet hat und weder eine Geschädigte noch eine Anzeige vorliegt.
GENERALSTAATSANWALTSCHAFT MERSIN LEITETE UNTERSUCHUNG EIN
Aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse leitete die Generalstaatsanwaltschaft Mersin eine Untersuchung gegen die Konten ein, die die Beiträge veröffentlicht hatten. Der Vorwurf lautet auf 'öffentliche Verbreitung irreführender Informationen' gemäß Artikel 217/A des türkischen Strafgesetzbuches.
Gegen die Social-Media-Konten, bei denen festgestellt wurde, dass sie Falschmeldungen verbreitet haben, wurden rechtliche Schritte eingeleitet und zwei Verdächtige festgenommen.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die Verdächtigen dem Gericht vorgeführt. Einer der Verdächtigen, Y.A., wurde inhaftiert, während der andere unter 'Auflagen' wieder auf freien Fuß gesetzt wurde. Gegen vier weitere Verdächtige im Zusammenhang mit dem Vorfall wurden Haftbefehle erlassen.