'Enerji Tarlası'-Betrug: Tausende Menschen wurden abgezockt

Eine Bande, die Tausende Menschen in der ganzen Türkei mit dem Versprechen betrogen hat, Solarenergieanlagen zu errichten, wurde zerschlagen. Gegen 42 Verdächtige, die mit dem gefälschten Projekt namens „Enerji Tarlası" einen Betrug in Höhe von 178 Millionen TL begangen haben, wurde eine Freiheitsstrafe von bis zu 142.800 Jahren beantragt.

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Im Rahmen des 2022 unter dem Namen „Enerji Tarlası" gestarteten Projekts wurde behauptet, in verschiedenen Provinzen der Türkei Solarenergieanlagen zu errichten. Die Bandenmitglieder teilten die Produktionsflächen in kleine Parzellen auf und boten diese über das Internet zum Verkauf an.

Den Investoren wurde versprochen, dass aus den von ihnen erworbenen Parzellen Strom erzeugt und die daraus erzielten Einnahmen als Mietrendite ausgezahlt würden.

ONLINE-VERKAUF, BEURKUNDUNG BEIM NOTAR

Tausende Bürger, die an das Projekt glaubten, schlossen sich dem System an. Nach im Internet geschalteten Anzeigen wurden Anteilsübertragungen über einen Notar abgewickelt. Während einige Investoren für einige Monate Mietzahlungen erhielten, bekamen viele Personen überhaupt keine Zahlungen.

Als Bürger ab April 2024 die Verantwortlichen des Unternehmens nicht mehr erreichen konnten und erkannten, dass sie betrogen worden waren, erstatteten sie Anzeige bei der Staatsanwaltschaft.

NUR EIN FELD – KEINE SOLARPANELE

Die Ermittlungen ergaben, dass die verkauften Parzellen tatsächlich als Ackerland eingestuft waren und sich darauf keinerlei Solarpanele befanden. Im MASAK-Bericht wurde festgestellt, dass zwischen den aus den Verkäufen erzielten Einnahmen und den an die Geschädigten geleisteten Zahlungen eine Differenz von 178 Millionen TL besteht und dieses Geld aus der Straftat stammt.

Im Rahmen der Ermittlungen wurde außerdem festgestellt, dass ein Teil der Verdächtigen in Nordzypern Luxus-Unterhaltungslokale besucht und Glücksspiel betrieben hatte.

REKORDHOHE STRAFANTRÄGE

In der erstellten Anklageschrift wurde gegen die 42 Angeklagten insgesamt eine Freiheitsstrafe von bis zu 142.800 Jahren beantragt. Es wird erwartet, dass der Betrugsprozess in den kommenden Monaten beginnen wird.