Fahrer, der den Tod der 11-jährigen Elif Su verursachte, wurde freigelassen: Als hauptverantwortlich eingestuft
In Mersin wurde ein Fahrer, der beim Überfahren eines Fußgängerüberwegs Schüler erfasste und dabei ein Kind tötete sowie ein weiteres schwer verletzte, zu einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren, 6 Monaten und 20 Tagen verurteilt. Das Gericht ordnete unter Berücksichtigung des Strafmaßes und der bereits verbüßten Untersuchungshaft die Freilassung des inhaftierten Angeklagten an und verhängte ein Ausreiseverbot.
İHA
Der Unfall ereignete sich am 23. Mai 2023 im Stadtteil Gökçebelen im Bezirk Yenişehir. Ein Kleintransporter mit dem Kennzeichen 33 ACY 335, gesteuert von dem Baggerführer Coşkun T. (25), erfasste die 11-jährigen Schülerinnen Elif Su Ekinci und Elif Yüksel, die die Yenişehir Anadolu İmam Hatip Mittelschule besuchten und gerade den Fußgängerüberweg überquerten. Bei dem Unfall verstarb Elif Su Ekinci noch am Unfallort, während die schwer verletzte Elif Yüksel lange Zeit im Krankenhaus behandelt werden musste. Der Unfallmoment wurde von der Dashcam des Fahrzeugs aufgezeichnet.
ALS HAUPTVERANTWORTLICH EINGESTUFT
Nach dem Vorfall wurde Coşkun T. festgenommen und inhaftiert. Vor dem 1. Schwurgericht von Mersin wurde ein Verfahren wegen "fahrlässiger Tötung und Körperverletzung" gegen ihn eröffnet.
In der Anklageschrift wurde festgestellt, dass der Angeklagte die Hauptschuld am Unfallhergang trägt. Die Staatsanwaltschaft forderte in den Verhandlungen eine Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren wegen "fahrlässiger Tötung einer oder mehrerer Personen in Verbindung mit der Verletzung einer oder mehrerer Personen".
An der heutigen Urteilsverkündung nahmen der inhaftierte Angeklagte Coşkun T., die betroffenen Familien und die Anwälte beider Seiten teil. Die Anwälte der Nebenkläger forderten, den Angeklagten wegen bedingten Vorsatzes zu verurteilen und ein höheres Strafmaß zu verhängen.
Der Angeklagte Coşkun T. erklärte in seiner Verteidigung: "Ich bereue es zutiefst, dass so etwas passiert ist. Ich bete jeden Tag dafür, dass das Kind wieder gesund wird."
FREILASSUNGSENTSCHEIDUNG UND ENTZUG DER FAHRERLAUBNIS
Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen "fahrlässiger Tötung einer Person und Verletzung einer weiteren Person" zu einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren, 6 Monaten und 20 Tagen. Unter Berücksichtigung der Dauer der Untersuchungshaft und des Strafmaßes wurde die Freilassung des Angeklagten beschlossen. Zudem wurde ein Ausreiseverbot verhängt und der Führerschein des Angeklagten für die Dauer von 2 Jahren eingezogen.