Das Geheimnis der nicht schmelzenden Objekte beim Hagel ist gelöst: 'Durch Luftströmungen...'

In Muş sorgten Objekte, die während eines Hagelschauers vom Himmel fielen und nicht schmolzen, für Rätselraten. Die zwischen den Hagelkörnern gefundenen und von gewöhnlichem Hagel abweichenden Gegenstände wurden nach ihrer Sicherstellung zur Untersuchung in Labore geschickt.

İHA

Erste Analysen im Labor ergaben die chemische Zusammensetzung und Struktur dieser Objekte.

Es wurde festgestellt, dass die Objekte nicht mit einem natürlichen meteorologischen Ereignis in Verbindung stehen.

Experten gaben an, dass es sich um Industrieabfälle handeln könnte, die durch atmosphärische Bedingungen während des Hagelschauers zu Boden getragen wurden.

HATTE FÜR BESORGNIS GESORGT!

Dr. İskender Dölek, Direktor des Zentrums für Katastrophenmanagement-Anwendung und -Forschung der Universität Muş Alparslan (MAUN), erklärte nach den Untersuchungen, dass es sich bei dem Material um Polyurethan handele: „Die weiße Substanz unbekannter Herkunft und Beschaffenheit, die vor drei Tagen in Muş zusammen mit dem Hagel niederging und Straßen und Wege bedeckte, hatte in der Bevölkerung für Besorgnis gesorgt. Durch die Untersuchungen in den MAUN-Laboren konnte festgestellt werden, dass es sich bei dem Material um Polyurethan handelt.

Man kann sagen, dass es als Kunststoffrohstoff verwendet wird. Wahrscheinlich ist das Material in der Region oder in deren Nähe getrocknet und durch Luftströmungen in die Atmosphäre gelangt. Diese Luftströmungen haben es dann kilometerweit von seinem Ursprungsort entfernt transportiert. Auch in der Vergangenheit gab es ähnliche Ereignisse, bei denen Materialien kilometerweit transportiert wurden – selbst Phänomene, die in der Bevölkerung als ‚Sandregen‘, ‚Schlammregen‘ oder sogar ‚Froschregen‘ bezeichnet werden, weisen eine ähnliche Charakteristik auf. Zumindest kann man sagen, dass kein Grund zur Sorge besteht.“

Doz. Dr. Adem Korkmaz, der die ersten Arbeiten im Labor erläuterte, sagte: „Bei unseren ersten Untersuchungen der Objekte, die in den vergangenen Tagen mit dem Hagel niedergingen, hat sich gezeigt, dass es sich um Kunststoff handelt.

Durch weiterführende technische Analysen und eine detailliertere Untersuchung lässt sich dies noch präziser bestimmen.“