Junge Krankenschwester tot in Krankenhaus aufgefunden, in dem sie als Begleitperson blieb

Eine junge Krankenschwester, die in einem Privatkrankenhaus in Beylikdüzü als Begleitperson bei ihrem Großvater blieb und erkrankte, kam Berichten zufolge durch die Injektion eines Medikaments in ihren Körper ums Leben. Ein befreundeter Arzt, der im Zusammenhang mit dem Vorfall festgenommen wurde, behauptete, die junge Frau habe sich das Medikament selbst injiziert.

İHA

Der Vorfall ereignete sich am 13. Mai im Özel Birinci Hastanesi in Beylikdüzü. Berichten zufolge wurde die 24-jährige Krankenschwester Selen Bilgin, die als Begleitperson bei ihrem kranken Großvater blieb, am Morgen tot in ihrem Krankenhauszimmer aufgefunden. 

Nach dem Vorfall trafen Polizeiteams und ein Staatsanwalt am Tatort ein. Nach den Untersuchungen stellte sich heraus, dass Bilgin ein Medikament, das normalerweise vor einer Anästhesie verabreicht wird, in den Arm injiziert worden war. 

Bei den Befragungen vor Ort wurde die Aussage des Arztes F.A. aufgenommen. F.A. gab an, dass seine Freundin Bilgin sich das Medikament in der Nacht selbst in den Arm injiziert habe, um schlafen zu können.

MEDIKAMENTENFLASCHE NICHT VORHANDEN

Da die Medikamentenflasche zunächst nicht auffindbar war, schöpfte die Staatsanwaltschaft Verdacht und fand die Flasche später bei dem Arzt F.A. 

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde F.A. dem Haftrichter vorgeführt, der ihn unter Auflagen wegen des Vorwurfs des 'vorsätzlichen Tötungsdelikts' auf freien Fuß setzte.

Die Leiche der jungen Krankenschwester wurde nach der Obduktion in Avcılar beigesetzt, nachdem dort das Totengebet verrichtet worden war.

Die Familie, die von Reportern telefonisch kontaktiert wurde, erklärte, dass sie sich nicht zu dem Vorfall äußern wolle.