Lehrerin nach tödlichem Unfall mit 7-jähriger Schülerin auf Schulhof aus Haft entlassen

Im Bezirk Altınordu in Ordu wurde eine Lehrerin, die wegen des Todes einer 7-jährigen Schülerin bei einem Verkehrsunfall auf dem Schulhof zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren, 5 Monaten und 10 Tagen verurteilt worden war, nach einem Einspruch gegen den Haftbefehl aus der Untersuchungshaft entlassen.

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Das 5. Strafgericht erster Instanz in Ordu hatte in der Verhandlung am 31. Oktober für die inhaftierte Angeklagte Banu Kaya (46), die wegen "fahrlässiger Tötung unter bewusster Missachtung der Sorgfaltspflicht" zu 4 Jahren, 5 Monaten und 10 Tagen Haft verurteilt wurde, die Fortdauer der Untersuchungshaft angeordnet.

Daraufhin reichten sowohl der Anwalt der Angeklagten als auch die Staatsanwaltschaft beim 1. Schwurgericht in Ordu getrennte Anträge auf Haftprüfung ein.

Das Gericht prüfte den Antrag und entschied unter Berücksichtigung der möglichen Änderung der rechtlichen Einordnung des Tatvorwurfs sowie der bereits verbüßten Haftzeit, die Angeklagte Kaya aus der Haft zu entlassen und ein Ausreiseverbot gegen sie zu verhängen.

Yakup Arslan, der Vater der bei dem Unfall ums Leben gekommenen Miray Arslan, erklärte in einer Stellungnahme, dass ihr Schmerz sehr groß sei und sie durch die getroffene Entscheidung zermürbt seien.

Arslan kündigte an, sowohl gegen den Staatsanwalt als auch gegen die Richter des 1. Schwurgerichts Strafanzeige zu erstatten und erklärte, dass sie den Fall weiter verfolgen würden.

HINTERGRUND DES VORFALLES

Am 2. September hatte die an der Gazi-Grund- und Mittelschule im Stadtteil Saray tätige Lehrerin Banu Kaya beim Einfahren in den Schulhof mit ihrem Auto mit dem Kennzeichen 52 BK 790 die Schülerin Miray Arslan erfasst, die im Rahmen der Einführungswoche zur Schule gekommen war.

Das schwer verletzte Kind verstarb im Ordu-Ausbildungs- und Forschungskrankenhaus, in das es von Rettungskräften des 112-Notdienstes gebracht worden war.

In der vierten Verhandlung vor dem 5. Strafgericht erster Instanz in Ordu war die Angeklagte wegen "fahrlässiger Tötung unter bewusster Missachtung der Sorgfaltspflicht" zu 4 Jahren, 5 Monaten und 10 Tagen Haft verurteilt und die Fortdauer der Untersuchungshaft beschlossen worden.

Das Gericht hatte zudem ein zweijähriges Fahrverbot gegen Kaya verhängt, da sie gegen die im Straßenverkehr erforderliche Sorgfaltspflicht verstoßen habe.