Er warf brennbare Flüssigkeit in das Wohnhaus seiner Ex-Frau und floh
In Istanbul-Sultangazi hat ein Mann brennbare Flüssigkeit in das Wohnhaus seiner Ex-Frau geworfen und ist geflohen. Während das ausgebrochene Feuer von der Feuerwehr gelöscht wurde, mussten 7 Personen, darunter 3 Schwerverletzte, wegen Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus eingeliefert werden.
İHA
Der Vorfall ereignete sich gegen 19.00 Uhr in einem vierstöckigen Gebäude in der 2850. Straße im Stadtviertel Esentepe in Istanbul-Sultangazi. Berichten zufolge drang ein Mann namens Bahadır A. in das Gebäude ein, in dem seine geschiedene Frau Nevin D. lebt. Der Mann zündete eine brennbare Substanz an, warf sie in das Treppenhaus des Gebäudes, schloss die Tür und floh vom Tatort.
Durch das Verbrennen von Materialien im Treppenhaus breiteten sich Rauchschwaden in die oberen Stockwerke aus. Nach der Alarmierung wurden Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte zum Einsatzort entsandt. Während die Feuerwehrleute die im Gebäude eingeschlossenen Bewohner retteten, erlitten 7 Personen eine Rauchgasvergiftung, 3 davon schwer. Die Verletzten wurden nach der Erstversorgung durch die Rettungskräfte mit Krankenwagen in Krankenhäuser gebracht. Das Feuer wurde durch das Eingreifen der Feuerwehr unter Kontrolle gebracht und gelöscht. Die Behandlung der Personen, die Rauch eingeatmet haben, dauert an. Die polizeilichen Ermittlungen zu dem Vorfall laufen.
Kemal D., der Bruder von Nevin D., äußerte sich zu dem Vorfall: „Er hat ständig Drohungen ausgesprochen. Auch heute hat er gedroht: ‚Ich werde euer Haus anzünden, ich werde euer Auto anzünden‘; es ist das zweite Mal, dass er Brandstiftung begeht. Diese Person ist unser ehemaliger Schwager, er war mit meiner Schwester verheiratet. Sie wurden per Gerichtsbeschluss geschieden. Die Scheidung erfolgte ohne gegenseitige Probleme.
Meine Schwester hat das Sorgerecht für die Kinder übernommen. Sie hat keinen Unterhalt gefordert. Die Kinder und sie selbst stehen unter staatlichem Schutz. Nach der Scheidung erlaubt der Staat ihm den Kontakt zu den Kindern nicht, da es Gewalt und Beleidigungen gab.
Danach richtete er sich gegen uns mit der Behauptung ‚Ihr seid schuld‘. Ich habe mit seiner Familie gesprochen und heute noch zu seinem Bruder gesagt: ‚Er könnte psychische Probleme haben, lasst ihn behandeln, er hört auch auf uns nicht‘. Er hat brennbare Flüssigkeit hineingeworfen. Er hat die Eisentür zugezogen, damit die Leute nicht herauskommen können und die Flammen sich richtig ausbreiten. Es gibt viele Betroffene, sie sind derzeit im Krankenhaus“, sagte er.